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Glühbirne adé:Lumen und Kelvin sind da

Das schrittweise Verbot von Glühbirnen bis 2016 macht viele Verbraucher ratlos: Ist die Energiesparlampe eine echte Alternative zur herkömmlichen Glühbirne?

Bis 2016 sollen alle Glühbirnen komplett verboten werden. Viele Menschen macht das ratlos, und sie fragen sich: Ist die Energiesparlampe, eine echte Alternative zur herkömmlichen Glühbirne? Ihr Licht reicht meist nicht aus und wirkt kalt, lauten die gängigen Vorurteile.

Die Helligkeit einer Energiesparlampe wird in Lumen gemessen: 415 Lumen entsprechen etwa einer 40-Watt-Glühlampe.

(Foto: Foto: dpa/tmn)

Auch Halogen- oder LED-Leuchten haben bislang nicht jeden überzeugt. Mit dem Aus der Glühbirne müssen sich Verbraucher jetzt an die neuen Produktangaben in Lumen und Kelvin gewöhnen, um das passende Leuchtmittel zu finden. Denn Watt ist nicht gleich Watt.

Statt Glühlampen stehen künftig drei Produktgruppen zur Auswahl: "Es gibt alternativ Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen, die sogar schon die ursprünglich für Glühlampen entwickelten Schraubsockel E14 und E27 tragen", erklärt Thomas Spillmann von der Brancheninitiative licht.de in Frankfurt. So lassen sich diese Lampen in der Regel in vorhandene Leuchten einschrauben.

Licht und Licht

Um das passende Leuchtmittel für einen Raum zu finden, muss erst einmal warmes und kaltes Licht unterschieden werden. "Energiesparleuchten mit warmem Licht können Käufer an den Bezeichnungen 'warm white' und 'ww' oder an den Nummern 827 und 927 erkennen", erläutert Michael Koswig von der Stiftung Warentest in Berlin.

Die erste Ziffer informiert über die Farbwiedergabe: Die 8 steht für den Farbwiedergabe-Index 80 und reiche für normale Wohnräume aus. Besser sei 9 - vor allem dort, wo Farbnuancen unterschieden werden müssen. Die beiden folgenden Ziffern geben die Farbtemperatur an: 27 steht für 2700 Kelvin. Das entspricht einer warmweißen Farbe, die eher gemütliches Licht vermittelt.