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Gesundheitsreform:Die Schmerzpatienten

Die Versicherten müssen blechen: Was genau kommt mit der Gesundheitsreform auf Kassenpatienten zu? Die Gewinner und Verlierer der Neuregelungen im Überblick.

Guido Bohsem, Berlin

Für Philipp Rösler (FDP) geht am Freitag eine fast einjährige Feuertaufe als Gesundheitsminister zu Ende. Der Bundestag wird seine heftig umstrittene Gesundheitsreform beschließen. Bereits am Donnerstag segnete das Parlament das Arzneimittel-Sparpaket ab. Die Süddeutsche Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Reformen.

Behandlung beim Zahnarzt

Das tut weh: Die Deutschen müssen sich nach Darstellung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) auf steigende Kosten einstellen.

(Foto: dpa)

Stoppt Rösler mit den Gesetzen den Kostenanstieg im Gesundheitswesen?

Der Minister sagt selbst, dass ihm das nicht dauerhaft gelingen wird. Sowohl mit dem Arzneimittel-Paket als auch mit der Gesundheitsreform will er allerdings den Anstieg der Kosten drosseln. Er setzt damit die Politik der vergangenen Jahre fort. Seinen Vorgängern ist es gelungen, den Anteil der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) stabil zu halten - bei knapp sechseinhalb Prozent.

Dass die Beiträge für Kassenmitglieder trotzdem steigen, hat zwei Gründe. Zum einen spielt das Arbeitseinkommen bei der Zusammensetzung des BIPs eine immer geringere Rolle. Die Löhne und Gehälter aber sind die wichtigste Grundlage für die Einnahmen der Kassen. Zum anderen sorgt die Demografie für höhere Beiträge. Denn der Anteil der voll-verdienenden Kassenmitglieder im Verhältnis zu den älteren Menschen wird immer geringer.

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