Glänzendes Gold

In den siebziger Jahren prägte die Angst vor Inflation die Märkte. Rohstoffe waren interessanter als Aktien. Als Schutz gegen den schwindenden Wert des Geldes waren Edelmetalle gefragt, die einen nie da gewesenen Aufschwung erlebten. Die Ölpreisschocks der Jahre 1973 und 1979 ließen den Ölpreis auf immer neue Rekordhöhen schnellen. Das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern brach ein, und die Notenbanken lockerten die Geldpolitik, um der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen. Die Folgen waren fatal: Hohe zweistellige Inflationsraten entwerteten das Papiergeld. Anleger flohen ins Gold. Anfang der achtziger Jahre bekämpfte der amerikanische Notenbankchef Paul Volcker dann die Inflation mit einer rigorosen Hochzinspolitik - und setzte damit der Gold-Hausse ein abruptes Ende.

Grafik: SZ

12. August 2008, 18:572008-08-12 18:57:00 ©