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General Motors: Börsengang:Zurück auf Los

General Motors, einst größter Autohersteller der Welt, kehrt zurück aufs Parkett - mit einem enormen Finanzvolumen. Die größten Börsengänge im Überblick.

Kristina Staab

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Die Bank of China ging 2006 an in Shanghai an die Börse. Gleich am ersten Tag legte die Aktie um 23 Prozent zu.

Quelle: REUTERS

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General Motors, einst größter Autohersteller der Welt, kehrt zurück aufs Parkett - mit einem enormen Finanzvolumen. Die größten Börsengänge im Überblick. 

Platz zehn: 2005 nahm die China Construction Bank mit ihrem IPO (Initial Public Offering) in Hongkong 9,2 Milliarden Dollar ein. Vor dem Börsengang konnten nicht einmal Diskussionen über faule Kredite, Korruptionsvorwürfe gegen CCB-Präsidenten, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und schwaches Management die potentiellen Investoren abschrecken.

Kritik kam auch aus den USA: Christopher Cox von der US-Börsenaufsicht behauptete, die Bank sei deshalb nicht an die New Yorker Börse gegangen, da sie den dortigen Anforderungen nicht entspreche. Die Construction Bank konterte, seine Äußerungen seien "unangemessen und äußerst unverantwortlich". Die Bank habe sich für Hongkong entschieden - daher sei es irrelevant, ob sie die Voraussetzungen anderer Länder erfülle.

ATT geht an die Börse

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Platz neun: Am 27. April 2000 wagte sich das Telekommunikationsunternehmen AT&T Wireless aufs Parkett. Zu diesem Anlass war die New Yorker Börse mit Bannern und aufblasbaren Handys geschmückt. Die Aktien waren mit mehr als 137 Millionen verkauften Anteilen bereits kurz nach dem Eintritt die meistgehandelten Wertpapiere. AT&T Wireless erzielte einen Rekordverkauf von 10,6 Milliarden Dollar bei 29,50 Dollar pro Wertpapier.

Institutionelle Investoren beteiligten sich nur mit 65 Prozent an den Anteilen, üblich sind 80 Prozent bei neuen Anlagen. So blieben 35 Prozent der 360 Millionen Anteile für private Anleger, die die Aktie stark nachfragten.

Platz 7: Der vom Staat kontrollierte Gas- und Ölkonzern OAO Rosneft könnte 2006 den größten russischen Börsengang verbuchen.

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Platz acht: In Russland kam es 2006 zu einem der größten Börsengänge aller Zeiten. Der vom Staat kontrollierte Gas- und Ölkonzern Rosneft spielte 2006 bei seinem IPO 10,7 Milliarden Dollar ein. Das Unternehmen gehört zu den Branchenführern der russischen Erdölindustrie und fördert pro Jahr zirka 80 Millionen Tonnen Öl.

Der zweitgrößte Lebensversicherer Japans, Dai-ichi Mutual Life, begab sich 2010 aufs Parkett. Das Unternehmen sammelte mit dem IPO 11,2 Milliarden Dollar.

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Zweimal Platz sechs: Den sechsten Platz teilen sich ein Unternehmen aus Japan und eins aus China: Dai-ichi Mutual Life und die Bank of China kamen bei ihren Börsengängen jeweils auf 11,2 Milliarden Dollar.

Der zweitgrößte Lebensversicherer Nippons, Dai-ichi Mutual Life, begab sich 2010 aufs Parkett. Dies war das größte IPO Japans seit dem Börsengang des Kommunikationstechnologie-Unternehmens NTT CoMoDo im Jahr 1998.

Dai-ichi wurde bereits 1902 gegründet und zählt zu den größten Gesellschaften Japans. Durch den Börsengang entwickelte sich das Unternehmen vom Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit zu einer bösengehandelten Kapitalgesellschaft.

A security guard stands outside the head office of the Bank of China in the financial district of Beijing

Quelle: REUTERS

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Platz sechs: Ein sehr erfolgreiches Floating ihrer Aktien gelang der Bank of China, die  2006 in Hongkong an die Börse ging. Gleich am ersten Tag legte die Aktie um 15 Prozent zu. Mit einem IPO von 11,2 Milliarden Dollar bestritt sie damals den weltweit größten Börsengang seit sechs Jahren.

Bereits während der Zeichnungsfrist standen in Hongkong Tausende Privatanleger vor den Bankfilialen Schlange, um das Papier zu erhaschen. Insgesamt hatten sich mehr als eine Million Menschen für die Erstausgabe der BOC-Aktie angemeldet.

Die US-Kreditkartenfirma Visa hat 19,7 Milliarden Dollar beim Start 2008 an der Börse verdient. Das Unternehmen gehört etwa 13.000 Banken und verkaufte die Hälfte seiner Aktien.

Quelle: AP

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Platz fünf: Die US-Kreditkartenfirma Visa brachte ihren Eignern 2008 knapp 19,7 Milliarden Dollar beim Börsenstart. Das Unternehmen gehörte etwa 13.000 Banken und verkaufte die Hälfte seiner Aktien. Der erste Kurswert der Visa-Aktie lag bei 59,50 Dollar, das war mehr als ein Drittel über dem Ausgabepreis von 44 Dollar.

Das weltweit führende Kreditkartenunternehmen folgte dem Beispiel seines Konkurrenten Mastercard. Visa konnte den Rivalen weit überholen.

Platz 3: Der AIA-Chef, Mark Tucker, hält beim Debut in der Hongkonger Börse eine Rede. Denn der US-Versicherer AIG bringt seine asiatische Sparte AIA im Oktober 2010 an die Börse.

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Platz vier: AIA, die asiatische Sparte von AIG, ging im Oktober 2010 an die Börse. Der US-Versicherungsriese ist im Zuge der Finanzkrise zu 80 Prozent verstaatlicht worden. Ziel des Konzerns ist es, sich dank seiner Aktienverkäufe möglichst schnell wieder vom Staat zu lösen. Die AIA-Aktie erreichte mit einem Anstieg von 11,8 Prozent den viertgrößten IPO weltweit von 20,5 Milliarden Dollar. Damit kann AIG eine Teilschuld der insgesamt 180 Milliarden Dollar Rettungsgeld dem Staat zurückzahlen.

Die chinesische Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) nimmt mit einem IPO von 22 Milliarden Dollar den zweiten Platz der Rangliste ein. Das Pekinger Institut habe die 35,39 Milliarden Anteils

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Platz drei: Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) brachte bei ihrem IPO knapp 22 Milliarden Dollar ein - Rang drei. Die Nachfrage war dabei enorm. Das Papier war etwa 78fach überzeichnet und wurde mit 0,39 US-Dollar (3,12 Yuan) pro Aktie am obersten Rand der Zeichnungsspanne ausgegeben.

Die chinesische Agricultural Bank of China (ABC) kann sich knapp vor der ICBC mit dem größten Börsengang aller Zeiten rühmen.

Quelle: AFP

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Platz zwei: Die Agricultural Bank of China (ABC) kann knapp vor der ICBC den jetzt nur noch zweitgrößten Börsengang vorweisen. Ihr Gang aufs Parkett 2010 spülte 22,1 Milliarden Dollar frisches Kapital in die Kassen der Eigner. Eher enttäuschend für die Bauernbank war der erste Handelstag, denn die Aktie legte lediglich um moderate 2,2 Prozent auf 2,74 Yuan zu. Allerdings hatten die Analysten auch nur mit einem Kursanstieg von maximal fünf Prozent gerechnet.

ABC war die letzte der vier großen chinesischen Staatsbanken, die an die Börse ging. Sie ist mit einem Marktwert in Höhe von 150 Milliarden Dollar die drittgrößte Bank der Volksrepublik. Zudem verfügt ABC über 350 Millionen Kunden und 1,4 Billionen Dollar Vermögenswerte. Die Bank beschäftigt in mehr als 23.000 Filialen rund 441.000 Mitarbeiter.

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Quelle: AFP

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Platz eins: Als die neue Nummer eins der Börsengänge kann sich General Motors (GM) rühmen. Nach derzeitigen Schätzungen wird die GM-Aktie ein IPO bis zu 22,7 Milliarden Dollar einspielen. Damit kann der Konzern die alten Kräfteverhältnisse am amerikanischen Automarkt wiederherstellen.  Bereits bei zehn Milliarden verkauften Aktien im ersten Schritt zu 26 bis 29 Dollar, wäre GM bis zu 60 Milliarden Dollar Wert. Damit überholt das Unternehmen den Konkurrenten Ford wieder, der im Frühjahr besser dastand als GM.

© sueddeutsche.de/mel/pak
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