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Geldanlage:Das Gold versilbern

Der Goldpreis kennt seit Monaten nur eine Richtung: nach oben. Als Anlageobjekt taugt das Edelmetall allerdings nur dann, wenn einige Dinge beachtet werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Der Schuldenberg vieler Staaten wächst und damit steigt bei vielen Bürgern die Angst vor der Entwertung ihres Ersparten. Viele flüchten in Gold, weil es sich in früheren Krisen als wertbeständig herausgestellt hat. Manche wollen die Rekordkurse der vergangenen Tage aber auch nutzen, um Goldschmuck, Zahngold oder andere Reste des Edelmetalls zu veräußern.

Gold, Foto: ddp

Anleger verschmähen Staatsanleihen und greifen zu Edelmetallen wie Gold. Doch der stetig steigende Goldpreis zieht viele unseriöse Anbieter an.

(Foto: Foto: ddp)

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor dubiosen Goldaufkäufern im Internet. Die Stiftung Warentest ergänzt, Gold-Sammlermünzen und -Medaillen seien für die Wertanlage ungeeignet. Die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Umgang mit Gold.

Wie ermittelt man den richtigen Preis?

Wie für andere Rohstoffe auch, wird der Marktpreis für Gold an der Börse festgestellt. Maßgeblicher Handelsplatz in Europa ist die London Metall Exchange (LME). Die Notierung wird für jeweils eine Feinunze reinsten 999er Goldes, das sind 31,1 Gramm, in Dollar angegeben und betrug am Dienstag zuletzt rund 1117 Dollar. Zum aktuellen Wechselkurs lässt sich der Unzenpreis in Euro umrechnen, zurzeit 817 Euro. Geteilt durch 31,1 erhält man den Preis pro Gramm, wie er bei Juwelieren und Ankaufportalen angegeben wird. Die Differenz zwischen dem Marktpreis und dem Preis im Schaufenster ist die Spanne, die Schmuckhändler unter anderem für das Trennen und Einschmelzen der verschiedenen Goldlegierungen verlangen, sowie ihr Gewinn.