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Finanztransaktionssteuer:Womit Anleger rechnen müssen

Andere bezweifeln die Wirksamkeit einer solchen Steuer. Es bestünde die Gefahr, dass die Finanzmärkte auf Länder auswichen, die diese Steuer nicht hätten, heißt es etwa bei den Wirtschaftsforschern des DIW Berlin. Auch sei es zweifelhaft, ob die Steuer die Finanzmärkte tatsächlich stabiler machen würde. Denn Spekulanten könnten mit ihren Geschäften auch Fehlbewertungen ausgleichen und damit stabilisierend wirken.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wetterte kürzlich gegen die Transaktionssteuer, weil sie die Finanzplätze im Euro-Raum gefährde. Im Gespräch mit dem US-Fernsehsender CNBC sagte der Schweizer zudem: "Das Wiederaufleben der Idee ist problematisch, ich dachte eigentlich, sie sei für immer tot."

Müssen Privatanleger die Steuer fürchten?

Eine Finanzmarkttransaktionssteuer würde nicht nur Hedgefonds und professionelle Anleger treffen, sondern auch private Kunden. Selbst wenn diese nicht direkt handelten, würden Finanzinstitute wie Banken und Versicherer versuchen, die Steuer an sie weiterzugeben.

Wie viel Geld könnte die Steuer bringen?

Nach Schätzungen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) aus dem Jahr 2010 könnte ein Steuersatz von 0,05 Prozent auf alle Finanztransaktionen in Deutschland rund 17 bis 36 Milliarden Euro einbringen.

Für die gesamte EU rechnet das WIFO mit Einnahmen von etwa 110 bis 250 Milliarden Euro. EU-Kommissionspräsident Barroso selbst geht von etwa 50 Milliarden Euro aus.

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