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Finanzen kompakt:HSH Nordbank auf Schlankheitskur

Die krisengeplagte HSH-Nordbank soll durch den Verkauf ihrer Luxemburg-Tochter ihr internationales Privatkundengeschäft abgeben. Nach gut einem Jahr der Verhandlungen sei die Landesbank in fortgeschrittenen Gesprächen mit einem möglichen Abnehmer, berichtete die Financial Times Deutschland. Kaufinteressent sei die Banque de Luxembourg.

Mit einem verwaltetem Vermögen von 50 Milliarden Euro sei sie eines der größten Geldhäuser in Luxemburg. Der HSH Nordbank könne ein Verkauf einen zweistelligen Millionenbetrag einbringen. Die Nordbank wollte sich nicht konkret in der Sache äußern. "Wir sind mit mehreren Interessenten in Verhandlungen", sagte ein Sprecher.

Nachdem die Landesbank in der Finanzkrise von ihren Eignern gerettet worden war, muss sie schrumpfen und sich auf den norddeutschen Raum konzentrieren, hieß es in dem Bericht. Dies verlange wohl auch die EU-Kommission in Brüssel, deren endgültige Entscheidung ausstehe. In der vergangenen Woche hatte die Nordbank erklärt, nach zwei schweren Verlustjahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt zu sein.

© sueddeutsche.de/dpa/Reuters/ema/pak

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