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Finanzen kompakt:Londoner Börse flirtet mit Nasdaq

Die Londoner Börse soll ein Auge auf die New Yorker Nasdaq geworfen haben. Außerdem: Goldpreis nähert sich Rekordhoch. Das Wichtigste in Kürze.

Steht die nächste Fusion von internationalen Handelsplätzen bevor? Die Londoner Börse (LSE) soll an einem Zusammenschluss mit dem US-Rivalen Nasdaq OMX Interesse zeigen, berichtet die britische Zeitung Sunday Times. Erst vor knapp einem Monat hatte die LSE die Übernahme der Börse Toronto (TMX Group) bekanntgeben. Nach Abschluss dieser Fusion wollten die Briten und Kanadier im Jahresverlauf an die Nasdaq herantreten, berichtete die Zeitung weiter.

The NASDAQ Closes Up In New York

Wird der New Yorker Handelsplatz Nasdaq OMX bald europäisch?

(Foto: STEPHEN CHERNIN)

Bisher habe es noch keine Gespräche der drei Parteien gegeben. LSE-Chef Xavier Rolet habe sich zurückhaltend zu den Spekulationen geäußert. Die Nasdaq lehnte eine Stellungnahme ab.

Durch die geplante Fusion von New York Stock Exchange (Nyse) und Deutscher Börse zum weltgrößten Handelsplatz stehen konkurrierende Börsenbetreiber Branchenexperten zufolge unter großem Druck, sich ebenfalls nach Zusammenschlüssen umzusehen.

So könnte die Nasdaq früheren Informationen zufolge selbst Verbündete suchen. Als denkbar galt Ende Februar ein Zusammenschluss mit dem US-Rohstoffhandelsplatz IntercontinentalExchange oder ein Bündnis mit der weltgrößten Derivatebörse, der Chicago Mercantile Exchange (CME).

Gold bleibt gefragt: Vor allem wegen der Ereignisse in Libyen setzen Anleger vermehrt auf die Sicherheit der Anlageform und treiben den Preis für das Edelmetall in die Höhe. Die Feinunze kostet 1439,40 Dollar und liegt damit 50 Cent unter dem Rekordhoch vom Mittwoch vergangener Woche.

Die Ausschreitungen in Libyen sind aber nicht die einzigen Faktoren für den Kursanstieg. "Alle möglichen Umstände unterstützen derzeit den Goldpreis - die hohen Ölpreise, die niedrigen Zinsen und der Fakt, dass wir immer wieder daran erinnert werden, dass die Schuldenkrise in Europa längst nicht ausgestanden ist", sagte Analyst Walter de Wet von der Standard Bank.

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