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Finanzen kompakt:Und rauf mit den Preisen

Strom- und Heizkosten steigen pünktlich zum Herbst. Und: IWF ruft Griechenland zum Sparen auf, UN-Ökonom Heiner Flassbeck warnt vor Deflation. Das Wichtigste in Kürze.

Pünktlich zu Beginn der Heizperiode steigen die Gaspreise in Deutschland teils kräftig an. 61 Gasversorger planen zum Oktober oder November eine Erhöhung ihrer Grundversorgungstarife um durchschnittlich neun, in Einzelfällen sogar mehr als 19 Prozent.

Strom wird teurer - und auch Gaspreise ziehen an.

(Foto: APN)

Es gebe allerdings auch Entlastungen der Kunden um durchschnittlich sechs Prozent bei insgesamt 54 Gasanbietern, wie das Online-Vergleichsportal Check 24 mitteilte. Grund für die zweigeteilte Preisentwicklung auf dem Gasmarkt seien unterschiedliche Beschaffungs- und Unternehmensstrategien der Versorger, hieß es.

Claudia Kemfert, Energieökonomin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, forderte eine Senkung der Verbraucherpreise. "Der Endkundenpreis für Privatkunden in Deutschland liegt rund 30 Prozent über dem Mittelwert der Europäischen Union", sagte sie. Kemfert forderte die Bundesregierung auf, in ihrem aktuellen Energiekonzept Wege zu mehr Wettbewerb im Gasmarkt aufzuzeigen, etwa durch den Bezug von Flüssiggas.

Auch beim Strompreis müssen einige Kunden in Zukunft wieder mehr bezahlen. Bislang planen den Angaben des Vergleichsportals zufolge sechs Versorger Strompreiserhöhungen von durchschnittlich sechs Prozent. Betroffen seien Kunden von Stadtwerken in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Thüringen. Nur ein Anbieter plane zum Herbst eine Strompreissenkung - um ein Prozent.