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Fehlerhafte Bankkarten:Viele Wege führen zum Ziel

Das Jahr-2010-Problem beschäftigt die Sparkassen immer noch: Die ausgegebenen Kreditkarten funktionierten nach wie vor nicht, heißt es in einem Bericht. Der Verband sieht das anders.

Die Deutschen Sparkassen haben einen Bericht über anhaltende Probleme beim Bezahlen mit Kreditkarten in Deutschland dementiert. Die seit Jahresbeginn von einem technischen defekt betroffenen Karten könnten bei "fast allen" Händlern zum Zahlen genutzt werden, erklärte der Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in Berlin.

Sparkassen, Bankkarten, Foto: ddp

Ein Teil der von Sparkassen ausgegebenen Kreditkarten funktioniert noch immer nicht.

(Foto: Foto: ddp)

Wo die Verarbeitung nicht automatisch klappe, könnten die Kartendaten von Hand eingegeben werden. Die vom Jahr-2010-Fehler betroffenen Karten könnten an fast allen Händlerterminals "auf unterschiedlichen Wegen" eingesetzt werden. Zudem würden zum Geldabheben an Automaten Kreditkarten kaum genutzt.

Zuvor hatte es in einem Medienbericht geheißen, dass das sogenannte "Jahr-2010-Problem" noch immer nicht restlos behoben sei: Bei fast der Hälfte der Kreditkarten, die von Sparkassen und Landesbanken ausgegeben wurden, gebe es weiter massive Probleme, meldete die Leipziger Volkszeitung unter Verweis auf den Deutschen Sparkassen- und Giroverband .

"Nichts geändert"

Anders als bei den EC-Karten habe das Problem mit den defekten Chips hier bisher nicht behoben werden können. Die Verbraucherzentrale Sachsen forderte die Sparkassen bereits auf, den betroffenen Kunden die Jahresgebühr anteilig zu erstatten.

Früheren Angaben zufolge sind etwa 3,5 Millionen Karten von den Problemen betroffen und damit 40 Prozent aller Kreditkarten, die Sparkassen und Landesbanken ausgegeben haben, berichtet die Zeitung. "Da hat sich bisher nichts geändert", sagte die Sprecherin des Sparkassenverbandes.

In der vergangenen Woche noch hatten Einzelhandel und Finanzgewerbe Entwarnung gegeben. Ein neues Programm für Ladenterminals mache das System wieder funktionsfähig, hieß es am Freitag. Doch nun stellt sich heraus, dass diese Lösung zwar bei EC-Karten funktioniert, nicht jedoch bei Kreditkarten. "Die nutzen eine andere Software", sagte die Sprecherin. Bei Kreditkarten könne es somit "weiter vorkommen, dass sie nicht akzeptiert werden." Bei 30 bis 40 Prozent der Lesegeräte an den Ladenkassen würden sie nicht funktionieren.

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