Europäische ZentralbankWer macht den Trichet?

Der EZB-Chefposten ist einer der wichtigsten Jobs in Europa. Das Geschacher um die Nachfolge von Amtsinhaber Trichet ist in vollem Gang. sueddeutsche.de stellt die Favoriten vor - und ein paar Kandidaten, die noch niemand auf der Rechnung hat. In Bildern.

Europäische Zentralbank – Axel Weber

Seit 2003 führt der Franzose Jean-Claude Trichte die Europäische Zentralbank (EZB) - im November gibt er sein Amt ab. Wer folgt ihm? Bundesbankpräsident Axel Weber? Oder sein italienischer Kollege Mario Draghi? Oder keiner von beiden? Stimmen Sie ab, wer nach Trichet die EZB führen soll.

Warum eigentlich ein Bundesbanker? Sicher, der Ruf der Bundesbank ist gut, wenngleich nicht tadellos. Denn bei all der Träumerei über die Frankfurter Institution sollte nicht vergessen werden, dass die deutsche Zentralbank oft genug für ihre übervorsichtige Zinspolitik gegeißelt wurde. Dennoch: Vorsicht schadet selten, vor allem nicht in einer Zeit, in der es drunter und drüber geht. Den Geist der Vorsicht würde Axel Weber zweifellos in die EZB transportieren. Die Finanzmärkte dürften seine Wahl wohl entsprechend goutieren. An der Qualifikation des gelernten Volkswirts und früheren Wirtschaftsweisen hat ohnehin keiner etwas auszusetzen - und gut reden kann er auch. Genährt werden die Spekulationen um Axel Weber durch den angedeuteten Verzicht auf eine zweite Amtszeit. Womöglich wechselt er aber auch zu einem privaten Finanzinstitut - etwa der Deutschen Bank.

Texte: Melanie Ahlemeier, Johannes Aumüller, Hans von der Hagen

Bild: REUTERS 9. Februar 2011, 13:312011-02-09 13:31:00 © sueddeutsche.de/mel/aum/hgn