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Erwartungen an den Makler:Service muss sein

So manche Traumwohnung wird nur über einen professionellen Wohnungsvermittler vergeben. Das ist umso ärgerlicher, wenn der für sein Geld kaum mehr leistet, als die Adresse zu nennen.

Gerade diesen Eindruck haben viele Wohnungssuchende aber, vor allem in der Stadt. Auf manchem Besichtigungstermin tummeln sich mehr als dreißig Leute. Da haben Mieter wenig Chancen und Makler große Auswahl.

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Gebühr für die Vermittlung - was Mieter und Käufer dafür bekommen, ist oft sehr wenig.

(Foto: Foto: Schierenbeck/dpa/tmn)

Immerhin gibt es für die Vermittlungsgebühr, die ein Makler verlangen darf, eine Obergrenze, wie Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen Mieterbundes in Berlin, erläutert. "Nach dem Gesetz darf der Makler höchstens zwei Monatsmieten zuzüglich Mehrwertsteuer als Provision fordern."

Nichts zu erzwingen

Für die zwei Monatsmieten muss ein Makler im Einzelfall allerdings nicht allzu viel leisten. "Es reicht aus, wenn der Makler eine Wohnung nachweist, die angemietet werden kann. Im Extremfall erfüllt er seine vertragliche Verpflichtung also schon dadurch, dass er eine Adresse oder Telefonnummer weitergibt." Einen besseren Service - etwa eine Besichtigung der Wohnung und eine Erläuterung ihrer Eigenschaften - können Verbraucher nach Worten von Ropertz nicht erzwingen.

Schwarze Schafe nutzen das aus. "Die Mitgliedschaft in einer Organisation wie dem Ring Deutscher Makler (RDM) oder dem Immobilienverband Deutschland (IVD) kann ein Indiz für Seriosität sein", sagt der Rechtsanwalt Jörn-Peter Jürgens vom Interessenverband Mieterschutz in Hannover. "Ein seriöser Makler weist außerdem beim ersten Gespräch darauf hin, dass bei Auskünften möglicherweise eine Verpflichtung zur Provisionszahlung besteht."