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Ergo-Versicherung:Zu viel des Schlechten

Die Ergo-Versicherung hat zuletzt für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Dummerweise zu oft. Die Finanzaufsicht Bafin droht dem Konzern nun mit einer Sonderprüfung - wegen der schlechten Medienberichte.

Erst ein Sexskandal, dann mögliche Fehler bei Riesterverträgen: Die Finanzaufsicht Bafin droht dem Versicherungskonzern Ergo mit einer Sonderprüfung.

Ergo - Zentrale

Die Zentrale der Versicherungsgruppe in Düsseldorf.

(Foto: dpa)

Die Behörde stehe wegen der aktuellen Themen der Medienberichterstattung in engem und regelmäßigen Kontakt mit der Münchener-Rück-Tochter, sagte eine Sprecherin. "Die BaFin prüft die Dinge gegebenenfalls auch vor Ort, sofern dies notwendig sein sollte."

Das Handelsblatt berichtet, dass die BaFin bereits eine Sonderprüfung eingeleitet habe. Dabei sichten die Aufseher Unterlagen des betroffenen Unternehmens gegebenenfalls vor Ort.

Handelsvertreter der Ergo-Tochter Hamburg-Mannheimer hatten 2007 in Budapest eine Sex-Party gefeiert. Zudem hat sie ihren Kunden bei Riester-Verträgen zu hohe Kosten berechnet und deshalb jahrelang falsch bilanziert.

Der Versicherer hat sich öffentlich für die Fehler entschuldigt und angekündigt, 14.000 Kunden zu entschädigen. Dem Handelsblatt zufolge will Ergo dem Wunsch der Bafin nach Aufklärung Folge leisten. "Das weitere Vorgehen liegt im Ermessen der Bafin", sagte eine Ergo-Sprecherin der Zeitung.