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Einkaufen im Internet:Bildschirm an, Gehirn aus

Etwa 35 Millionen Menschen nutzen in Deutschland das Internet zum Einkauf. Für unbedachte Nutzer birgt das Online-Shopping Gefahren. Eine Übersicht über Rechte und Risiken.

Schwarz und verlockend schimmerte der Sportwagen auf dem Bild im Internet. Ein Anbieter hatte den neuen Audi TT ins Netz gestellt, für 6000 Euro. Der Wagen müsse schnell verkauft werden, schrieb der Mann. Ihm stehe ein Scheidungsprozess bevor, er wolle verhindern, dass die künftige Exfrau das Auto bekomme. Wer als Erster den Betrag auf ein Konto in London überweise, erhalte den Zuschlag.

Schnäppchen-Suche im Netz: Was taugen Online-Preisvergleiche?

Beim Einkaufen im Internet müssen die Verbraucher viele Risiken beachten.

(Foto: dpa-tmn)

Etliche Kunden schickten dem Unbekannten die Summe. "Bei manchen Käufern schaltet sich vor dem Bildschirm der gesunde Menschenverstand ab", sagt Jutta Gurkmann vom Bundesverband der Verbraucherzentralen, wo der Fall gemeldet wurde. Was die Vorsicht bei Online-Einkäufen angeht, gibt es in Deutschland noch Nachholbedarf.

Wo kaufen Online-Kunden ein?

Etwa 35 Millionen Menschen nutzen in Deutschland das Internet zum Einkauf. Ein Großteil davon besucht die Seiten bekannter Portale, wie Ebay oder Amazon. Aber auch immer mehr Einzelhändler eröffnen eine eigene Verkaufstheke im Netz.

Laut einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes betreibt jedes vierte Geschäft in Deutschland einen Online-Shop. Auf das professionelle Layout einer Seite können sich Käufer nicht verlassen. Bei unbekannten Firmen- und Geschäftsnamen sollten Kunden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen kontrollieren und prüfen, ob auf der Seite Informationen zum Eintrag ins Handelsregister einsehbar sind. Die Preise sollten deutlich ausgewiesen sein, ohne Anmerkungen und Kleingedrucktes.

Das Gleiche gilt für die Versandkosten. Bei Internet-Händlern im Ausland sollten Nutzer besonders genau darauf achten, welche Transportkosten, Zölle oder Überweisungsgebühren anfallen könnten. Bewertungen von Kunden, die mit früheren Einkäufen angeblich zufrieden waren, bieten Orientierung, allein darauf verlassen sollte man sich aber nicht.

Wie wird bezahlt?

Meist gibt es vier Möglichkeiten der Bezahlung: Vorabüberweisung, Nachnahme, per Kreditkarte oder über speziell für den Online-Einkauf entwickelten Zahlsystemen wie Paypal, Giropay oder Click-and-Buy. Die Bezahlung auf Rechnung bieten die Händler meist nur registrierten Kunden an. Studien zeigen, dass die Skepsis gegenüber den Zahlsystemen abnimmt, wohl auch deswegen, weil der Kunde nicht bei jedem Einkauf per Mausklick die Kreditkarte zücken oder ein Überweisungsformular ausfüllen will.

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