Sie ist die reichste Frau der Welt, doch zum Jahresausklang 2008 hatte die milliardenschwere Erbin des L'Oréal-Konzerns wenig zu lachen. Da musste Liliane Bettencourt, 86, zur Kenntnis nehmen, dass sie einen Gutteil ihres Vermögens an den US-Finanzjongleur Bernard Madoff verloren hat.

Der Kummer ums Geld lässt auch die Tochter des Konzerngründers Eugene Schueller nicht kalt, selbst wenn sie insgesamt über ein Vermögen in Höhe von 16 Milliarden Euro verfügt.

Ausdruck der Dramatik ist die Tatsache, dass sich der Fondsmanager, der ihr Geld bei Madoff angelegt hatte, in New York erschoss.

Bettencourt war die Erste, die Geld in Fonds investierte, die von der Firma Access International Advisors gemanagt wurden. Der Mitgründer Thierry Magon de la Villehuchet, Chef von Access International, wurde am Tag vor Heiligabend 2008 tot in seinem Büro aufgefunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Der Fall Madoff hat also auch bereits Todesopfer gefordert.

Foto: Liliane Bettencourt: Das Bild zeigt sie im Élysée-Palast in Paris bei einer Würdigung im Jahr 2005. AFP.

28. Januar 2009, 11:292009-01-28 11:29:00 ©