Doch sollte mal wieder ein klassischer Parteipolitiker seine Karriere im Bundesbankvorstand beenden wollen, böte sich ein Name gerade zu an: Peer Steinbrück. Der Diplom-Volkswirt und frühere Finanzminister genießt bei vielen Bürgern ein hohes Ansehen, ist derzeit joblos und hat auch beim politischen Gegner ein großes Standing. Angela Merkel lernte ihn während der Finanzkrise schätzen, und als die Bundesregierung Ende des vergangenen Jahres nach einem neuen Kommissar für Brüssel suchte, zitierte der Spiegel einen "wichtigen Unionsabgeordneten", nachdem Merkel Steinbrück mit einem Top-Job versorgen wolle.

Steinbrücks einziges Problem: Er hat kürzlich ein Buch geschrieben, das in wenigen Wochen erscheint - und Bücher und Bundesbank-Vorständler, das ist ja so eine Sache.

Bild: dpa 3. September 2010, 11:512010-09-03 11:51:32 © sueddeutsche.de/aum/mel