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Bonus-Steuer:Goldman droht London

Die Einführung der Bonus-Steuer in Großbritannien schockiert die Banken. Jetzt droht Goldman angeblich mit einem Teilrückzug aus London. Vielleicht passiert aber auch - nichts.

Eine ganze Branche ist in Aufruhr: Jetzt erwägt die US-Großbank Goldman Sachs wegen der Einführung der Bonus-Steuer in Großbritannien ihren Rückzug aus der Finanzmetropole London.

Goldman Sachs London

Die Bank Goldman Sachs schüttet Jahr für Jahr Milliarden an seine Angestellten aus. Doch jetzt sorgt die Bonus-Steuer für Aufruhr.

Im Bild: Das Goldman- Sachs-Gebäude in London.

(Foto: Foto: Getty)

Das Institut prüfe derzeit seine Optionen für die Londoner Geschäftsaktivitäten, berichtete der Daily Telegraph am Montag unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Vage Drohung

Einige Abteilungen könnten in andere Länder verlegt werden, um die Zahlung der Steuer zu vermeiden.

Zur Debatte stünden die Abteilungen Eigen- und Devisenhandel sowie das Back Office. Die Überprüfung befinde sich noch in einem frühen Stadium. Sie könne auch damit enden, dass keine Veränderungen vorgenommen würden, schrieb das Blatt.

Erst Ende Dezember hatte sich der Chef der US-Großbank JP Morgan Chase, Jamie Dimon, Branchenkreisen zufolge bei dem britischen Finanzminister Alistair Darling über die neue Steuer beschwert.

Die Labour-Regierung hatte eine Steuer von 50 Prozent auf alle Boni in der Finanzbranche über 25.000 Pfund (rund 28.000 Euro) eingeführt. Damit sollen die Banker stärker an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden. Die Verknüpfung hoher Boni mit kurzfristigen Gewinnzielen gilt als eine Ursache der Krise.

© sueddeutsche.de/Reuters/hgn/mel

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