BayernLB Freibrief für Huber und Faltlhauser

Die BayernLB will wegen des Kaufs der Skandalbank HGAA offenbar keine Schadensersatzklagen gegen frühere Verwaltungsräte erheben. Zu denen gehörten auch die früheren Minister Erwin Huber und Kurt Faltlhauser.

Politisch brisant: Der Vorstand der BayernLB will einem Medienbericht zufolge wegen der Verluste im Zusammenhang mit dem Kauf der österreichischen Skandalbank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) und der sogenannten ABS-Papiere keine Schadensersatzklagen gegen frühere Verwaltungsräte erheben. Unter diesen befanden sich auch frühere Angehörige der bayerischen Staatsregierung.

Die BayernLB ist immer noch mit der Aufarbeitung der HGAA-Affäre beschäftigt.

(Foto: dapd)

Die aktuelle Führung sei zu dem Schluss gekommen, dass es für Klagen keine Anspruchsgrundlage gebe, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Finanzkreise.

Im Verwaltungsrat der BayernLB saßen unter anderem der frühere bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) und Ex-CSU-Chef Erwin Huber. Die Verluste im Geschäft mit strukturierten ABS-Papieren hatten die Landesbank an den Rand des Kollaps gebracht, sie musste vom Staat gestützt werden.

Bank-Chef Häusler will sich äußern

Die BayernLB wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren, kündigte aber an, am Montag ihre Sicht zu möglichen Schadenersatzansprüchen gegen frühere Verwaltungsräte darzulegen.

Der amtierende BayernLB-Verwaltungsrat hatte bereits entschieden, dass er gegen die damaligen Vorstände Schadenersatz geltend machen will. Ob auch die früheren Verwaltungsräte zur Rechenschaft gezogen werden sollen, will BayernLB-Chef Gerd Häusler nun bekanntgeben.

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