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Bausparen:Endspurt auf die Prämie

Wer Bausparen als gut verzinste Geldanlage nutzt, muss sich sputen: Denn ab Januar 2009 fällt die staatliche Wohnungsbauprämie für die meisten Anleger weg. Finanztest nennt die besten Angebote.

Nur fünf von 25 deutschen Bausparkassen wollten sich am Test beteiligen. Dabei schnitten die Deutsche Bank Bauspar und die Alte Leipziger am besten ab. Beide Kassen stocken ihren mageren Basiszins mit einem dicken Bonus auf, wenn der Sparer nach sieben Jahren kein Bauspardarlehen nimmt.

Kurz vor zwölf: Ab Januar 2009 fällt die staatliche Wohnungs- bauprämie für die meisten Bausparer weg.

(Foto: Foto: AP)

Die Deutsche Bank Bauspar legt noch einen Bonus in Höhe der Abschlussgebühr drauf. Zusammen mit der Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage erzielen Bausparer bei beiden Kassen für eine siebenjährige Laufzeit eine sichere Rendite bis zu 5,6 Prozent. Die anderen Angebote im Test kamen trotz staatlicher Förderung nicht über fünf Prozent Rendite.

Schnell handeln

Ab Januar 2009 ist die Wohnungsbauprämie an "wohnwirtschaftliche Zwecke" gebunden. Das bedeutet, das Geld muss für Immobilien genutzt werden, etwa um eines Tages zu bauen, zu kaufen oder zu modernisieren. Nur noch Sparer, die bei Vertragsabschluss unter 25 Jahre alt sind, können weiterhin nach sieben Jahren frei über ihr Geld verfügen. Geringverdiener erhalten die Arbeitnehmersparzulage auf vermögenswirksame Leistungen weiterhin zu den alten Bedingungen.

Die anderen Anleger, die Bausparen als reine Geldanlage nutzen möchten, müssen den Vertrag bis Jahresende abschließen. Um optimal vom Bausparvertrag zu profitieren, müssen sie allerdings folgende Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen:

1. Die Einkommensgrenzen einhalten. Das zu versteuerndes Einkommen von Alleinstehenden darf für den Anspruch auf Wohnungsbauprämie höchstens 25.600 Euro betragen, das von Ehepaaren höchstens 51.200 Euro. Für die Arbeitnehmersparzulage auf vermögenswirksame Leistungen darf das zu versteuernde Einkommen von Alleinstehenden 17.900 Euro pro Jahr und von Ehepaaren 35.800 Euro nicht überschreiten.

2. Mindestens sieben Jahre sparen. Erst dann können sich Bausparer ihr Guthaben auszahlen lassen und frei über ihr Geld verfügen, ohne die staatlichen Prämien und Zulagen zu verlieren.

3. Auf ein Bauspardarlehen verzichten. Nur dann bessern die Kassen ihre mageren Basiszinsen rückwirkend mit einem Zinsbonus auf.

4. Die richtige Bausparkasse wählen. Nur wenige Kassen bieten Spitzenrenditen.

Durchblick mit Rendite-Sparplan

Auch bei guten Renditetarifen liegt die Tücke im Detail. Die Deutsche Bank Bauspar etwa stoppt die Bonuszinsen, sobald der Vertrag zugeteilt werden kann. Danach gibts nur noch mickrige Basiszinsen. Die Allianz-Dresdner kürzt den Zinsbonus, wenn der Kunde zu viel oder zu wenig spart.

Grundsätzlich gilt: Die Bausparsumme sollte bei sieben Jahren Sparzeit das Zehnfache des geförderten Sparbeitrags nicht übersteigen. Der liegt für die Wohnungsbauprämie bei maximal 512 Euro pro Jahr für Alleinstehende und 1024 Euro für Ehepaare. Die Arbeitnehmersparzulage fördert einen Sparbeitrag von maximal 470 Euro pro Jahr, außer beide Ehepartner arbeiten. Dann verdoppelt sich der geförderte Höchstbetrag.

Wichtig: Damit Anleger klar sehen, wie viel die Kasse am Ende der geplanten Laufzeit auszahlt und wie hoch die Rendite ist, sollten sie sich einen Sparplan erstellen lassen. Stimmt die Rendite, können sie getrost unterschreiben.