Autoversicherung Die neuen Preisbrecher

Bei der Fahrzeugversicherung können Autofahrer viel Geld sparen: Die günstigsten Tarife gibt es im Internet - dort wird jedoch zumeist die Zahlungsfähigkeit geprüft. Finanztest hat die Angebote untersucht.

Beitragshöhe prüfen

Wer seine Autoversicherung bis zum 30. November 2008 wechselt, kann kräftig Geld sparen.

(Foto: Foto: ddp)

Wer seinen Auto-Versicherer wechselt, kann leicht bis zu 300 Euro sparen. Stichtag für den Wechsel ist der 30. November. Bis zu diesem Tag muss beim alten Versicherer die Kündigung auf dem Tisch liegen. Die Beiträge jetzt zu vergleichen lohnt sich.

Die Anbieter legen immer mehr Tarife auf und bieten oft über Tochterunternehmen billigere Internet-Policen an. Aber auch die neuen Regionalklassen in die jeder Fahrer abhängig von seinem Wohnort eingestuft wird und das neue Typklassenverzeichnis, können sich kräftig auf die Höhe der Versicherungsbeiträge auswirken.

Phantasievolle Extras

Um neue Kunden anzulocken, lassen sich die Gesellschaften eine Menge einfallen: So gibt AdmiralDirekt Neukunden schon jetzt die Schadenfreiheitsklasse des kommenden Versicherungsjahres.

In dem nur für Frauen zugänglichen Tarif Ladycaronline der Ineas genießen die Handtaschen der Kundinnen einen besonderen Schutz. Wird das gute Stück aus dem Auto gestohlen, gibt es bis zu 300 Euro Ersatz von der Kaskoversicherung. Bei der Janitos dürfen Versicherte, die ihren Wagen eigentlich allein nutzen, für zwei Wochen im Jahr einen anderen Fahrer ans Steuer lassen. Der gemeinsamen Autoreise mit dem Partner steht damit nichts entgegen.

Günstiger im Internet

Am preiswertesten sind meist die Auto-Policen im Internet oder bei Direktversicherern. Der Kontakt ist dann jedoch nur per E-Mail, Post oder Telefon möglich. Viele dieser Versicherer verlangen für die Ausgabe der elektronischen Versicherungsbestätigung aber das Einverständnis des Kunden, seine Zahlungsfähigkeit prüfen zu dürfen.

Diese Bonitätsprüfung vor Vertragsabschluss machen etwa AdmiralDirekt, Allianz24, Huk-Coburg und Huk24, Signal Iduna, Gothaer und die Basler zur Bedingung. Sie wollen keine Verträge mit Kunden abschließen, die insolvent sind, die eine eidesstattliche Versicherung abgegeben haben oder gegen die ein Haftbefehl vorliegt.

Versicherers Liebling

Das günstigste Angebot von 107 Euro für die Kfz-Haftpflicht und eine Vollkasko-Versicherung erhält von den acht Finanztest-Modellfällen der 44 Jahre alte Alleinfahrer eines neuen Opel Corsa (44 kW) bei Asstel (Mobil). Der verheiratete Kommunalbedienstete (Schadenfreiheitsklasse 25 in Haftpflicht und Teilkasko), dessen jüngstes Kind elf Jahre ist, fährt nur 9000 Kilometer im Jahr. Ansonsten steht der Kleinwagen in Wilhelmshaven in der Garage. Der Mann besitzt Wohneigentum. Würde er nach einem Schaden eine vom Versicherer vorgeschriebene Werkstatt aufsuchen, dann kostet der Schutz nur noch 102 Euro im Tarif Asstel (Mobil Werkstatt).

Junge Leute müssen tief in die Tasche greifen

Teuer sind die Verträge vor allem für junge Fahrer. Ein männlicher Auszubildender mit einem Ford Fiesta (37 kW), Baujahr 1994, zahlt für die günstigste Haftpflicht-Police 701 Euro bei der AdmiralDirekt. Der 19-jährige wohnt in Brühl bei Köln, fährt 30.000 Kilometer im Jahr und stellt das Auto auf der Straße ab. Würde unter den selben Konditionen, mit der gleichen Schadenfreiheitsklasse 1/2, eine Frau den Vertrag abschließen, zahlt sie in diesem Tarif 587 Euro Jahresbeitrag.

Individuell Auswertung: Analyse aus der Stiftung

Die Beispiele zeigen schon, die Wahl des günstigsten Versicherers hängt von unzähligen individuellen Bedingungen ab. Deshalb hat Finanztest insgesamt acht Musterfälle durchgerechnet. Sie geben aber nur Anhaltspunkte.

Wer ganz genau wissen möchte, welche Versicherungen in seinem ganz persönlichen Fall die günstigsten Konditionen bereithalten, für den bietet test.de einen besonderen Service: die Analyse Autoversicherung. Sie ermittelt aus über 150 Tarifen den preiswertesten Anbieter. Zwei Analysen gibt es online zum Preis von 16 Euro.

Details dazu lesen Sie in Finanztest 11/2008.