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Auto: Reparaturen:In der Werkstatt wird's billiger

Mehr Wettbewerb: Brüssel stärkt die freien Werkstätten - und die Kunden profitieren durch günstigeren Service. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Thomas Fromm

Nachvollziehbar war es nie, verbraucherfreundlich erst recht nicht: Fast 19.000 Kfz-Werkstätten in Deutschland hängen von einem Autohersteller ab. Die anderen 20.000 Werkstätten sind freie Anbieter - und die fühlten sich bislang benachteiligt. Sie kamen nur schwer an Reparaturinformationen der Hersteller heran, was sie im Wettbewerb mit den privilegierten Vertragshändlern benachteiligte. Und auch ihr Zugang zu günstigen Ersatzteilen war schwieriger als für die Konkurrenz. Auch das ein Wettbewerbsnachteil. Kritiker sahen darin schon immer eine Quasi-Monopolstellung von Herstellern und ihren Vertragshändlern.

Germans Prepare Their Cars for Winter

Automechaniker in Berlin: Die EU forciert den Wettbewerb zwischen freien Werkstätten und Vertragshändlern.

(Foto: ag.getty)

Das soll nun zum 1. Juni anders werden, entschied die EU-Kommission. Sie will mehr Wettbewerb zwischen den Kfz-Werkstätten zum Wohle der Unabhängigen. Aber auch der Kunden. "Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Reparatur- und Wartungskosten verringern werden", lobte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia seine Reform.

Für Autofahrer wäre dies ein spürbarer Erfolg: Die EU-Kommission schätzt, dass der Markt für Reparaturarbeiten derzeit bis zu 50 Prozent von Markenwerkstätten kontrolliert wird. Und dass gleichzeitig 40 Prozent aller anfallenden Kosten eines Fahrzeughalters Reparaturen ausmachen.

Was sich künftig ändert, wo und warum sich viel Geld sparen lässt: Die Süddeutsche Zeitung beantwortet auf den folgenden Seiten die wichtigsten Fragen.

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