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Auszeichnung:Nach München und Augsburg

Ein Wohnungsprojekt in München und ein Quartier in Augsburg gewinnen den erstmals ausgelobten "Preis der Baukultur".

Von Andreas Remien

Um die steigenden Preise und Mieten in den Griff zu bekommen, müssen in der Metropolregion München Wohnungen gebaut werden - und zwar möglichst viele und möglichst zügig. Die Qualität kann da schnell unter die Räder geraten. Es bestehe die Gefahr, dass "Masse statt Klasse" gebaut werde, wie Rainer Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, warnt. Um das Augenmerk auch auf die Qualität zu richten, hatten die Europäische Metropolregion München (EMM), die Bayerische Architektenkammer, der Bayerische Gemeindetag, der Bayerische Städtetag, die Bundesstiftung Baukultur und die Stadt München erstmals den "Preis für Baukultur" ausgelobt.

Der Preis in der Kategorie "Familiengerechtes Wohnen in Mehrfamilienhäusern" ging an das Projekt "Wohnbebauung Bad-Schachener-Straße" in München. Das Konzept der GWG, an der viel befahrenen Straße elegant den Lärmschutz zu meistern und 144 Wohnungen mit "geschickten Grundrissen" anzubieten, hat die Jury überzeugt. Gewinner in der Kategorie "Gemischt genutzte Quartiere, Stadt- und Ortsteilzentren" ist das "Stadtquartier Kammgarnspinnerei" in Augsburg. Dort haben die Stadt Augsburg, der Projektentwickler Artemis und die beteiligten Architekten frühere Flächen der Textilindustrie in ein modernes Quartier umgewandelt.

Neben den beiden Preisen hat die Jury neun Anerkennungen ausgesprochen. Eine Wanderausstellung zeigt die besten Projekte. Sie startet zunächst in München im Haus der Architektur. Informationen und eine Dokumentation: www.metropolregion-muenchen.eu/baukultur.

© SZ vom 08.04.2016
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