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Austausch von Banknoten:Neuer Zehn-Euro-Schein kommt im Herbst

Die mythische Europa als Wasserzeichen und eine Smaragdzahl: Die EZB will im Januar der neue Zehn-Euro-Schein vorstellen. Von Herbst an soll er die alten Noten ersetzen. Das Geld bekommt neue Sicherheitsmerkmale und ein anderes Design.

Nach dem Fünf-Euro-Schein ist die nächste Banknote dran: Von Herbst 2014 an soll es in Deutschland und den anderen Euro-Ländern neue Zehn-Euro-Scheine geben, wie die Europäische Zentralbank bekanntgibt. Am 13. Januar soll der Schein der Öffentlichkeit erstmals gezeigt werden.

Bei der Vorstellung zu Jahresbeginn solle auch der genaue Termin bekanntgegeben werden, wann die Banknoten in Umlauf kämen, teilte die EZB mit. Auch lege die Zentralbank zusammen mit den nationalen Notenbanken ein Programm auf, um die Hersteller von Automaten bei der Einführung der neuen Noten zu unterstützen und sie mit notwendigen Informationen über die Geldscheine zu versorgen. Bei der Einführung der neuen Fünf-Euro-Noten in diesem Jahr hatte es Probleme gegeben, weil Automaten das neue Zahlungsmittel teils nicht erkannten. So konnte es etwa vorkommen, dass Fahrgäste in Bus und Bahn sich mit den neuen Scheinen keine Fahrkarten kaufen konnten und die Automaten die Scheine einfach wieder zurückgaben.

Ziel ist, Fälschern das Handwerk schwerer zu machen. Die wichtigsten Informationen zum Austausch der Scheine auf einen Blick:

Start: In den kommenden Jahren sollen die Banknoten aller Werte ausgetauscht werden. Nach den Fünf- und den Zehn-Euro-Scheinen folgen schrittweise die Banknoten mit höheren Nennwerten, und zwar aufsteigend: 20, 50, 100, 200 sowie 500 Euro. Zunächst sind alte und neue Noten parallel in Umlauf. Dann wollen EZB und nationale Notenbanken die alten Scheine Schritt für Schritt aus dem Verkehr ziehen. Die alten Noten behalten ihren Wert, verlieren aber den offiziellen Status als gesetzliches Zahlungsmittel. Den Zeitpunkt, wann dies geschieht, will die EZB noch bekanntgeben. Alte Noten können bei der Bundesbank umgetauscht werden.

Design: Die EZB nennt die neuen Scheine "Europa-Serie". Ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, Namensgeberin des Kontinents, ist auf den Scheinen abgebildet. Das Hauptmotiv "Zeitalter und Stile" mit architektonischen Abbildungen aus verschiedenen Epochen soll erhalten bleiben. Auch die bisherigen Hauptfarben der Scheine werden beibehalten. Neu ist, dass die Abkürzung des Namens der Zentralbank - "EZB" - künftig in neun statt bisher fünf Sprachen auf die Geldscheine gedruckt ist.

Sicherheit: Durch die neuen Scheine soll das Papiergeld fälschungssicherer werden. Auf den Noten findet sich künftig ein Hologramm mit dem Porträt der Europa. Dieses Porträt erscheint im silbernen Streifen der Banknoten, wenn sie gekippt werden. Außerdem sind in dem Streifen ein Symbol und der Nennwert der Scheine zu sehen. Das Porträt der Europa erscheint ebenfalls als Wasserzeichen der Geldscheine. Zudem gibt es künftig eine so genannte Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Die Zahl verändert ihre Farbe von Smaragdgrün nach Tiefblau.

© Süddeutsche.de/AFP/jab/bero/bavo
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