bedeckt München 15°

Anlage in Aktien:Geringe Dividende ist kein Ausschlusskriterium

Ein Unternehmen, das nur eine geringe Dividende ausschüttet, muss für potentielle Anleger nicht uninteressant sein. Vor allem junge Firmen zahlen zu Beginn oft weniger an ihre Miteigentümer aus, um mehr investieren zu können und so schneller zu wachsen. Langfristig profitieren die Aktionäre davon wieder.

Natürlich ist auch der umgekehrte Fall möglich. Ein Unternehmen schüttet zwar momentan eine hohe Dividende aus, kann in den Folgejahren aber nur einen verminderten Betrag auszahlen - oder muss sogar komplett passen. Anleger sollten sich nicht von einer einmalig hohen Ausschüttung täuschen lassen. Um diese richtig einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick auf das das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie. Es setzt, wie der Name schon sagt, Kurs und Gewinn in Bezug. Je niedriger das KGV, desto besser (weitere Informationen zu den wichtigsten Kennzahlen für Aktien finden Sie hier).

Der vermeintlich schlaue Zug, kurz vor dem Tag der Dividendenausschüttung schnell die entsprechenden Aktien einzukaufen und sie danach direkt wieder zu verkaufen, funktioniert im Übrigen nicht. Nach der Auszahlung der Dividenden sinkt der Kurs der Unternehmen in der Regel nämlich genau um den Betrag der Ausschüttung - so leicht lässt sich die Börse nicht austricksen.