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Altersvorsorge:Sichere Rendite - auch für Jüngere

Ein Auslaufmodell? Von wegen! Die gesetzliche Rentenversicherung verspricht stabile Erträge - selbst den Senioren von übermorgen.

Auch junge Menschen können auf einen zukünftig positiven Ertrag aus ihren Beiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung hoffen. Die Rendite werde leicht sinken, werde sich aber für Durchschnittsbeschäftigte langfristig bei zwei bis drei Prozent einpendeln, sagten Experten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Erkner bei Berlin. Damit sei die Rendite verglichen mit privaten Rentenversicherungen "ganz gut". Derzeit beträgt hier der Garantiezins auf den Sparanteil 2,25 Prozent. Hinzu kommt eine Überschussbeteiligung.

Rentner, ddp

Gemütlich am Wasser sitzen und Zeitung lesen: Auch Menschen, die noch lange auf ihren Ruhestand warten müssen, werden wohl als Senioren eine stabile Rente bekommen.

(Foto: Foto: ddp)

Bei ihren Berechnungen geht die Rentenversicherung von einem westdeutschen Modellrentner aus. Dieser zahlt mit seinem Arbeitgeber seit 1964 genau 45 Jahre Beiträge ein, sein Einkommen betrug zuletzt knapp 31.000 Euro brutto im Jahr, das entspricht dem Durchschnittverdienst der Beitragszahler. 2009 geht er mit 65 Jahren in Rente. Der Mann kommt so auf eingezahlte Beiträge in Höhe von 230.000 Euro, seine Rendite beläuft sich als Neurentner im Jahr 2009 auf 3,5 Prozent.

Höherer Ertrag für Frauen

Etwas schlechter sieht es für jüngere Jahrgänge aus: Wer 2020 in den Ruhestand geht, erhält demnach eine Rendite von 2,9 Prozent. 2030 beläuft sich der Wert auf 2,7 Prozent. Er bleibt bis 2040 in etwa stabil. Bei Frauen ist der Ertrag höher, weil sie wegen ihrer höheren Lebenserwartung 3,4 Jahre länger Rente beziehen als Männer. Er liegt für eine Neurentnerin bei 4,1 Prozent und sinkt auf 3,4 Prozent im Jahr 2020.

Die Rendite-Angaben sind allerdings rein rechnerische Werte. Sie dienen als Gradmesser dafür, ob sich die Einzahlungen lohnen werden. Tatsächlich wird das Geld der Beitragszahler nicht langfristig angelegt, sondern zum allergrößten Teil an die Rentner ausbezahlt. Für die Ermittlung der Rendite werden außerdem nur 80 Prozent des Rentenbeitrags herangezogen. Das ist der Anteil, der allein für die Sicherung des Alters verwendet wird. Die restlichen 20 Prozent sind für andere Leistungen (Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, Rehabilitation) gedacht. In den 20 Prozent enthalten sind auch die Verwaltungskosten in Höhe von 1,5 Prozent.

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