Affäre um Ex-BayernLB-Vorstand Gribkowsky-Anwalt lässt die Arbeit ruhen

Er verwaltet das Vermögen Gribkowskys in Österreich und gilt als zentrale Figur in der Affäre um den Banker: Rechtsanwalt Gerhard Toifl hat seine Arbeit als Jurist niedergelegt.

Die Affäre um Gerhard Gribkowsky zieht weitere Kreise: Nun hat der Salzburger Anwalt und Geschäftspartner des verhafteten Ex-BayernLB-Vorstandes seine Arbeit als Jurist niedergelegt.

Der frühere Bayern-LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky: Sein Geschäftspartner Gerald Toifl lässt nun seine Arbeit als Jurist in Österreich ruhen.

(Foto: REUTERS)

Rechtsanwalt Gerald Toifl habe die "Tätigkeit mit seinen Partnern ruhend gestellt", teilte die Salzburger Kanzlei Leitner+Leitner mit. "Aufgrund der aktuellen Situation und den daraus erwachsenden persönlichen Belastungen" sehe sich Toifl "derzeit nicht in der Lage, seine Beratungsaufgaben fortzusetzen".

Das Gribkowsky-Mandat sei von Toifl "in Übereinstimmung mit den österreichischen Gesetzen und der ordnungsgemäßen Versteuerung der Beratungseinkünfte nach österreichischen Abgabevorschriften" übernommen worden. Es ist nicht auszuschließen, dass gegen den Anwalt ein Verfahren wegen Beihilfe-Verdacht eingeleitet wird.

Toifl verwaltet das 50-Millionen-Dollar Vermögen Gribkowskys in Österreich und gilt als zentrale Figur in der Affäre um den Banker und die Formel 1. Toifl hatte Gribkowskys Salzburger "Sonnenschein Privatstiftung" eingerichtet. Unter deren Dach liegt das Vermögen noch heute. Toifl sei weiter Geschäftsführer in drei "Sonnenschein"- Stiftungstöchtern.

Er hat in Österreich einen herausragenden Ruf als Steueranwalt und vertritt auch zahlreiche Prominente. Er selber wisse, von wem die 50 Millionen Dollar Gribkowskys kamen, ebenso wisse dies die Salzburger Justiz, sagte Toifl der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zu den jetzigen Ermittlungen gegen den Ex-BayernLB-Risikovorstand könne er nichts sagen, er sei im Strafverfahren auch nicht dessen Anwalt.