Tomorrow Kreditkarte

Bewertung

Tomorrow Kreditkarte im Test: Was taugt die kostenlose Kreditkarte wirklich?

Autor:  Amalia Alibaev

Zuletzt modifiziert: 3 April 2026
Tomorrow positioniert sich als nachhaltiger Banking-Anbieter mit Visa-Debitkarte, App-Fokus und klarer Gebührenstruktur. Für viele Alltagsnutzerinnen und -nutzer ist vor allem das Einstiegsmodell „Now“ interessant, das seit Ende 2024 nach dem Prinzip „Pay What You Want“ ab 0 € pro Monat buchbar ist. Im Test zeigt sich: Die Karte eignet sich für Reisen, Online-Shopping und den Alltag.

Mehr über Tomorrow

Allgemeine Informationen

Was bietet die Tomorrow Kreditkarte?

Tomorrow stellt eine Visa-Debitkarte bereit, die Zahlungen weltweit zum offiziellen Visa-Wechselkurs ohne Auslandsaufschlag abrechnet. Abhebungen sind an Automaten mit Visa-Logo möglich; eventuelle Betreiberentgelte vor Ort können zusätzlich anfallen. Die Karte lässt sich unmittelbar nach Kontoeröffnung auch virtuell in der App nutzen und in Apple Pay sowie Google Pay hinterlegen. Unterkonten („Pockets“), ein optional gemeinsames Konto und ein Tagesgeldkonto runden das Angebot ab.

Was Sie wissen sollten: Vorteile & Nachteile

  • Keine Fremdwährungsgebühr bei Kartenzahlungen und Abhebungen; Umrechnung zum Visa-Kurs. Gut für Reisen und Online-Shopping.
  • Ab 0 € Monatsgebühr im Kontomodell Now dank „Pay What You Want“.
  • Starke App-Funktionen: virtuelle Karte, Kartensperre per App, Apple Pay/Google Pay, Unterkonten.
  • Einlagensicherung bis 100.000 € über die lizenzierte Partnerbank Solaris SE.
  • Virtuelle Karte und Mobile Payment: Sofort startklar per virtueller Karte, Apple Pay und Google Pay sind nutzbar.
  • Bargeld kann teuer werden: Im Now-Modell kostet jede Abhebung 3 €. Zusätzlich können Automatenbetreiber Entgelte erheben.
  • Ersatzkarte kostet: 10 Euro für Kunststoff, 20 Euro für Holz.
  • Bargeldeinzahlungen nur in Deutschland über Partnergeschäfte.
  • Dispo nur mit SCHUFA: Solaris prüft den SCHUFA-Score, außerhalb Deutschlands ist kein Dispo möglich.

Für wen ist diese Kreditkarte geeignet?

Für alle, die häufig mit Karte zahlen, im Ausland ohne Aufschläge bezahlen möchten und Wert auf App-Komfort sowie nachhaltige Mittelverwendung legen. Wer oft Bargeld abhebt, fährt mit Change oder Zero besser als mit Now, weil dort mehrere bzw. unbegrenzte Gratisabhebungen enthalten sind.

Gratis oder doch nicht? Alle wichtigen Gebühren im Überblick

LeistungGebühr
Jahresgebühr0 €
Kartenzahlungen in Fremdwährung0 % Aufschlag (Visa-Wechselkurs)
Abhebung am Geldautomaten (€/Monat)3 € je Abhebung
Bargeldeinzahlung im Handel1,5 % je Einzahlung
Ersatzkarte10 € (Kunststoff) / 20 € (Holz)
Dispozins (variabel)15 % p. a.

Tomorrow Kreditkarte beantragen: Ablauf & Voraussetzungen

  1. App laden und registrieren (iOS oder Android).
  2. Identifizierung per Video-Ident (IDnow) mit gültigem Ausweis/Reisepass. Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
  3. Wohnsitz in Deutschland, Österreich, Italien oder Spanien erforderlich.
  4. Karte bestellen: Virtuelle Karte ist sofort nutzbar, die physische Karte kommt per Post.
  5. Optional Dispo beantragen (Bonitätsprüfung via SCHUFA).

Wie sicher ist Ihr Geld bei Tomorrow?

Ihre Einlagen werden bei Solaris SE geführt und sind bis 100.000 € gesetzlich geschützt. Die App setzt auf Zwei-Faktor-Authentifizierung, 3D Secure für Online-Zahlungen und bietet Kartensperre per App. Push-Mitteilungen informieren Sie in Echtzeit über Kartenumsätze.

Was gibt es obendrauf? Extras & Funktionen

  • Virtuelle Karte für sicheres Online-Shopping und Sofortstart.
  • Mobile Payment mit Apple Pay und Google Pay.
  • Unterkonten („Pockets“) und gemeinsames Konto für Budgetierung und geteilte Finanzen.
  • Tomorrow Security: Betrugsschutz-Bundle mit Technik und solidarischer Absicherung gegen Social-Engineering (inkl. Erstattungsbaustein).

Ideal für Reisen? Das bietet Tomorrow weltweit

Kartenzahlungen und Abhebungen werden ohne Fremdwährungsgebühr zum Visa-Kurs abgerechnet. Achten Sie im Ausland am Automaten oder Terminal darauf, stets in Landeswährung abzurechnen, um teure Dynamic-Currency-Conversion-Aufschläge zu vermeiden. Beachten Sie außerdem die Abheberegeln Ihres Kontomodells (bei Now 3 € je Abhebung).

Tomorrow vs. N26: Wer schneidet besser ab?

KriteriumTomorrow NowN26 Standard
KartentypVisa-DebitkarteMastercard-Debitkarte
Monatsgebühr0 €0 €
Kartenzahlungen in Fremdwährung0 % Aufschlag (Visa-Kurs)0 % Aufschlag
Abheben in Fremdwährung3 € pro Abhebung1,7 % des Betrags
Abheben in Euro (DE)3 € pro Abhebung2 kostenlose Abhebungen/Monat, danach 2 €
Virtuelle Karte / Mobile PaymentJa / Apple Pay & Google PayJa / Apple Pay & Google Pay

Empfehlung:

  • Reise-Sparfüchse mit wenigen Abhebungen und Fokus auf Nachhaltigkeit fahren mit Tomorrow Now gut, solange sie selten Bargeld benötigen. Wer häufiger abhebt, sollte das Modell Change oder Zero wählen.
  • Bargeld im Nicht-Euro-Ausland: Die N26 Kreditkarte ist durch die 1,7 % Gebühr pro Abhebung oft teurer als der feste 3-€-Betrag bei kleinen Summen, bei größeren Abhebungen kann Tomorrow günstiger sein.

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