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Tagesgeld für Kinder: Bis zu 2,75 % Zinsen im August 2026

7 August 2026 I Lesezeit: 6 Min.
Tagesgeldkonten für Kinder haben sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Alternative zum klassischen Sparbuch entwickelt. Vor dem Hintergrund wieder gestiegener Zinsen und neuer Angebote lohnt sich ein genauer Blick auf den Markt. Ein Vergleich zeigt, welche Banken im Jahr 2026 attraktive Konditionen bieten, wo es Einschränkungen bei der Nutzung gibt und wie Eltern das passende Konto für ihr Kind auswählen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tagesgeld für Kinder bietet eine sichere und flexible Möglichkeit, Geld auf den Namen des Kindes anzusparen, ohne langfristige Bindung oder Anlagerisiken einzugehen.
  • Das Guthaben ist jederzeit verfügbar, gehört rechtlich dem Kind und wird bis zur Volljährigkeit von den Eltern verwaltet.
  • Aufgrund der variablen Verzinsung eignet sich Tagesgeld vor allem für kurz- bis mittelfristige Sparziele und als ergänzende, risikoarme Sparform.

Das beste Tagesgeldkonto für Kinder im August 2026

Santander

Deutsche Bank

5 / 5

Zinssatz

2,5 % für 6 Monate

Zinsgutschrift

Monatlich

Konditionen

Kostenlos von 7 - 30 Jahren

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Santander

Santander

5 / 5

Zinssatz p.a.

2,75 % für die ersten 4 Monate

Zinsgutschrift

Monatlich

Konditionen

nach 4 Monaten, 0,3 % Basiszins

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Santander

ING

5 / 5

Zinssatz p.a.

2,75 % für die ersten 4 Monate

Zinsgutschrift

Jährlich

Konditionen

Ab 0 €: 2,75 %
Ab 250.000 €: 0,75 %

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Was ist ein Tagesgeldkonto für Kinder?

Ein Tagesgeldkonto für Kinder ist ein verzinstes Sparkonto, das auf den Namen eines minderjährigen Kindes geführt wird. Das Guthaben ist jederzeit verfügbar, Einzahlungen und Abhebungen sind flexibel möglich und es gibt in der Regel keine feste Laufzeit. Anders als beim Tagesgeld für Erwachsene können Kinder das Konto nicht selbst eröffnen oder eigenständig darüber verfügen. Gesetzliche Vertreterinnen und Vertreter übernehmen diese Rolle und handeln treuhänderisch im Interesse des Kindes.

Rechtlich gehört das Konto dem Kind, auch wenn die Eltern die Verwaltung übernehmen. Banken verlangen daher meist die Zustimmung beider Sorgeberechtigten, insbesondere wenn es sich faktisch um ein Gemeinschaftskonto der Eltern in der Verwaltung handelt.

Wie funktioniert unser Kinder-Tagesgeld Vergleich?

Wir haben für Sie die derzeit attraktivsten Tagesgeldangebote für Kinder geprüft. Ziel unserer Analyse ist es, eine ausgewogene Kombination aus einer guten Verzinsung und einem hohen Maß an Sicherheit für das Ersparte Ihres Kindes zu finden.

Für die Bewertung haben wir transparente Kriterien festgelegt:

  • Die Verzinsung fließt mit 70 % in die Gesamtbewertung ein, da ein attraktiver Zins langfristig entscheidend für den Vermögensaufbau Ihres Kindes ist.
  • Die Sicherheit der Anlage, insbesondere die Bonität der Bank sowie die gesetzliche Einlagensicherung, berücksichtigen wir mit 20 %.
  • Die maximale Anlagehöhe, bis zu der das Guthaben zum Top-Zins verzinst wird, geht mit 10 % in die Bewertung ein.

Auch zeitlich begrenzte Zinsaktionen für Neukunden haben wir berücksichtigt. Für Eltern, die Wert auf eine langfristige und verlässliche Geldanlage für ihr Kind legen, ist jedoch vor allem ein stabiler Basiszins von Bedeutung.

Alle in unserem Vergleich aufgeführten Banken verfügen über eine sehr hohe Bonität und haben ihren Sitz innerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Dadurch ist das Guthaben Ihres Kindes automatisch durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt.

Darauf sollten Sie bei Tagesgeld für Kinder achten

Ein Tagesgeldkonto für Kinder eignet sich besonders für Eltern, die Geld sicher und flexibel für ihren Nachwuchs zurücklegen möchten. Damit das Sparmodell langfristig sinnvoll ist, sollten bei der Auswahl des passenden Angebots nicht nur die Zinsen, sondern auch rechtliche, organisatorische und sicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigt werden.

  • Zinssatz: Höhe der Verzinsung sowie die Frage, ob es sich um einen dauerhaft gültigen Zinssatz oder lediglich um einen zeitlich befristeten Aktionszins handelt. Für langfristiges Sparen ist Stabilität oft wichtiger als ein kurzfristig hoher Zins.
  • Kostenfreie Kontoführung: Ein Tagesgeldkonto für Kinder sollte ohne Kontoführungsgebühren geführt werden. Auch für Überweisungen oder Umbuchungen sollten keine Kosten anfallen.
  • Verwaltung durch die Eltern: In der Regel verwalten die Eltern das Konto bis zur Volljährigkeit des Kindes. Wichtig sind klare Regelungen darüber, wer über das Guthaben verfügen darf.
  • Höhe des Anlagebetrags: Mindest- und Höchstbeträge für Einlagen sowie mögliche Staffelungen bei der Verzinsung
  • Rechtliche Zuordnung des Guthabens: Das angesparte Geld gehört rechtlich dem Kind. Entnahmen sind daher grundsätzlich nur im Interesse des Kindes zulässig.
  • Zinsgutschrift: Die Häufigkeit der Zinszahlung, etwa jährlich, vierteljährlich oder monatlich, beeinflusst den Zinseszinseffekt und damit die langfristige Entwicklung des Guthabens.
  • Sicherheit und Einlagenschutz: Eltern sollten darauf achten, dass das Kreditinstitut der gesetzlichen Einlagensicherung angehört. In Deutschland sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt.
  • Altersregelungen: Einige Banken knüpfen Kinder-Tagesgeldkonten an bestimmte Altersgrenzen oder stellen das Konto später automatisch um. Diese Bedingungen sollten vorab bekannt sein.
  • Bedienung und Service: Ein übersichtliches Online-Banking, eine nutzerfreundliche App und ein gut erreichbarer Kundenservice erleichtern die langfristige Kontoführung.

Wem gehört das Geld auf dem Tagesgeldkonto des Kindes?

Das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto für Kinder gehört rechtlich immer dem Kind selbst. Dies gilt unabhängig davon, wer das Konto eröffnet hat oder wer die Einzahlungen vornimmt. Eltern oder andere Angehörige verwalten das Konto zwar, sie werden dadurch jedoch nicht zu Eigentümern des Geldes.

Bis zur Volljährigkeit des Kindes übernehmen in der Regel die Eltern die gesetzliche Verwaltung des Kontos. In dieser Rolle dürfen sie über das Guthaben verfügen, allerdings ausschließlich im Interesse des Kindes. Entnahmen sind daher nur zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dienen, etwa zur Finanzierung von Bildung, Betreuung oder anderen kindbezogenen Ausgaben. Eine Nutzung des Geldes für eigene Zwecke ist rechtlich nicht erlaubt.

Mit dem Erreichen der Volljährigkeit ändert sich die Situation grundlegend. Ab diesem Zeitpunkt geht die vollständige Verfügungsgewalt auf das Kind über. Es entscheidet dann allein über das angesparte Guthaben, während der Zugriff der Eltern automatisch endet, sofern keine ausdrückliche Vollmacht vorliegt.

Auch Geldgeschenke, beispielsweise von Großeltern oder anderen Verwandten, gelten rechtlich als Vermögen des Kindes, sobald sie auf dessen Tagesgeldkonto eingezahlt wurden. Dieser Umstand kann unter anderem im Zusammenhang mit steuerlichen Freibeträgen oder späteren staatlichen Leistungen von Bedeutung sein.

Wie werden Kinder-Tagesgeldkonten versteuert?

Die Besteuerung von Kinder-Tagesgeldkonten unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Besteuerung von Tagesgeldkonten für Erwachsene. Maßgeblich ist jedoch, dass die Zinserträge steuerlich dem Kind zugerechnet werden, da das Guthaben rechtlich sein Eigentum ist.

Zinsen aus einem Tagesgeldkonto zählen zu den Kapitalerträgen und unterliegen damit der Abgeltungsteuer. Diese beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ohne weitere Regelungen behält die Bank diese Steuern automatisch ein und führt sie an das Finanzamt ab.

Allerdings können Eltern für ihr Kind einen Freistellungsauftrag einrichten. Jedes Kind hat, genau wie Erwachsene, einen eigenen Sparer-Pauschbetrag von derzeit 1.000 Euro pro Jahr. Bleiben die Zinserträge innerhalb dieses Betrags, werden keine Steuern einbehalten. Der Freistellungsauftrag muss bei der jeweiligen Bank auf den Namen des Kindes gestellt werden und kann auf mehrere Konten verteilt werden.

Reichen die Zinserträge über den Sparer-Pauschbetrag hinaus, besteht unter bestimmten Voraussetzungen eine weitere Möglichkeit zur Steuerentlastung. Liegt das gesamte zu versteuernde Einkommen des Kindes unter dem Grundfreibetrag, kann eine sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt beantragt werden. Diese bescheinigt, dass das Kind keine Einkommensteuer zahlen muss, sodass die Bank ebenfalls keine Steuern auf die Zinserträge einbehält.

Zu beachten ist, dass Kapitalerträge des Kindes in bestimmten Fällen Auswirkungen auf andere Bereiche haben können. Dazu zählen etwa der Anspruch auf staatliche Leistungen oder später auf Ausbildungsförderung. Eine frühzeitige Übersicht über die Höhe der Erträge kann daher sinnvoll sein.

Zusammengefasst gilt: Zinserträge aus einem Kinder-Tagesgeldkonto werden dem Kind steuerlich zugerechnet, können jedoch durch einen Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung häufig vollständig steuerfrei bleiben. Eltern sollten diese Möglichkeiten kennen und rechtzeitig nutzen, um unnötige Steuerabzüge zu vermeiden.

Für wen lohnt sich ein Tagesgeldkonto für Kinder?

Ein Tagesgeldkonto für Kinder eignet sich besonders für bestimmte Zielgruppen und Sparziele. Vor allem dann, wenn Sicherheit und Flexibilität im Vordergrund stehen, kann diese Sparform sinnvoll sein.

  • Eltern mit kurzfristigen bis mittelfristigen Sparzielen, die Geld für absehbare Ausgaben wie Schulmaterial, Klassenfahrten oder größere Anschaffungen zurücklegen möchten und dabei jederzeit auf das Guthaben zugreifen wollen.
  • Sicherheitsorientierte Sparer, die Wert auf eine stabile Entwicklung des Guthabens legen und Kursschwankungen bewusst vermeiden möchten.
  • Familien, die mit dem Sparen für Kinder beginnen, da ein Tagesgeldkonto leicht verständlich ist, keine komplexen Anlageentscheidungen erfordert und einfach zu verwalten ist.
  • Eltern und Angehörige, die Geldgeschenke strukturiert anlegen möchten, etwa von Großeltern oder Paten, ohne diese mit anderen Sparformen zu vermischen.
  • Haushalte mit unregelmäßigen Einzahlungen, bei denen Beträge flexibel eingezahlt werden sollen, ohne feste Sparraten oder vertragliche Bindungen.

Damit eignet sich ein Tagesgeldkonto für Kinder vor allem für alle, die eine sichere, flexible und unkomplizierte Sparlösung bevorzugen und kurzfristige Verfügbarkeit höher gewichten als maximale Renditechancen.

Tagesgeldkonto oder Junior-Depot: Ein Vergleich

Beim Sparen für Kinder stehen Eltern häufig vor der Frage, ob ein Tagesgeldkonto oder ein Junior-Depot die bessere Wahl ist. Beide Anlageformen verfolgen unterschiedliche Ziele und eignen sich daher für verschiedene Zeithorizonte und Risikoprofile. Ein direkter Vergleich der zentralen Merkmale hilft bei der Einordnung.

KriteriumTagesgeld für KinderJunior-Depot
AnlagezielSicheres Sparen mit hoher FlexibilitätLangfristiger Vermögensaufbau
RenditechancenNiedrig bis moderatHoch bei langfristiger Anlage
RisikoSehr geringErhöht durch Marktschwankungen
VerfügbarkeitTäglicher Zugriff auf das GuthabenLangfristige Bindung sinnvoll
PlanbarkeitSehr hochKurzfristig eingeschränkt
VerwaltungsaufwandGeringHöher durch Anlageentscheidungen

Häufig gestellte Fragen zu Tagesgeldkonten für Kinder