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Kinderkonto Vergleich - Die besten Girokonten für Kinder im Februar 2026

3 Februar 2026 I Lesezeit: 6 Min.

Frühzeitiger Umgang mit Geld ist eine wertvolle Fähigkeit, die Kinder auf ihr späteres finanzielles Leben vorbereitet. Ein Kinderkonto hilft dabei, den verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen spielerisch zu erlernen. Es ermöglicht Kindern, erste Erfahrungen mit Sparen, Überweisungen und bargeldlosem Bezahlen zu sammeln, während Eltern die Kontrolle behalten.

Doch was genau ist ein Kinderkonto? Welche Vorteile bietet es, und worauf sollten Eltern bei der Auswahl achten? Unser Kinderkonto Vergleich gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über Funktionen, Kosten, Eröffnung und Verwaltung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Kinderkonto ist eine sinnvolle Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen frühzeitig den Umgang mit Geld beizubringen. Es bietet die Vorteile eines vollwertigen Girokontos, ist jedoch speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten.
  • Besonders empfehlenswert ist das comdirect Kinderkonto für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren. Es wird ohne Kontoführungsgebühren angeboten und enthält zusätzlich ein Kinder-Tagesgeldkonto zum sicheren Sparen.
  • Beim Vergleich von Kinderkonten sind vor allem Kosten, einfache Nutzung, Sparmöglichkeiten und elterliche Kontrolle entscheidend.

Diese Kriterien sind beim Vergleich wichtig:

  • Kosten: Kontoführung und Karte sollten kostenlos sein.
  • Sicherheit: Nur Guthaben, keine Überziehung möglich.
  • Elternkontrolle: Zugriff und Limits einstellbar.
  • Funktionen: Altersgerechte App, Bargeldzugang, evtl. Zinsen aufs Guthaben.
  • Übergang: Prüfen, ob das Konto nach Volljährigkeit gebührenfrei bleibt.

Kinderkonto Vergleich Februar 2026: Jetzt kostenloses Kinderkonto eröffnen

Wir haben die aktuell verfügbaren Kinderkonten in Deutschland gründlich geprüft und miteinander verglichen. Ziel war es, Angebote zu identifizieren, die gleichzeitig gebührenfrei, kindgerecht im Zugang und elternfreundlich in der Kontrolle sind.

Für unseren Kinderkonto Vergleich haben wir besonderes Augenmerk auf folgende Kriterien gelegt:

  • Gebührenstruktur: etwa Kontoführung, Kartengebühren oder Kosten für Bargeld­zugang.
  • Kartennutzung & Bargeld­verfügbarkeit: ob eine Debitkarte vorhanden ist, wie einfach Bargeldabhebung möglich ist.
  • Sicherheit & Kontroll­mechanismen: z. B. Mindestalter, kein Überziehungs­rahmen, elterliche Einsicht oder Limits bei Transaktionen.

So erhalten Sie einen klaren Überblick darüber, welches Kinderkonto die besten Voraussetzungen bietet, damit Ihr Kind seine ersten Schritte im Umgang mit Geld machen kann und Sie als Eltern stets den Überblick behalten.

Santander

DKB

5 / 5

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Girocard

0 €

Konditionen

Kostenlos von 0 - 18 Jahren, ab 18 normales kostenloses Girokonto

Anzahl Geldautomaten

49.750

Santander

Berliner Volksbank

5 / 5

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Girocard

0 €

Konditionen

Kostenlos von 0 - 30 Jahren, ab 30 Girokonto für 3,95€ p.M.

Anzahl Geldautomaten

17.300

Santander

comdirect

5 / 5

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Girocard

0 €

Konditionen

Kostenlos von 7 - 18 Jahren, ab 18 normales kostenloses Girokonto

Anzahl Geldautomaten

5.000

Santander

Commerzbank

5 / 5

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Girocard

0 €

Konditionen

Kostenlos von 7 - 27 Jahren, ab 18 kostenloses Studenten-Girokonto

Anzahl Geldautomaten

5.000

Santander

Deutsche Bank

5 / 5

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Girocard

0 €

Konditionen

Kostenlos von 7 - 30 Jahren, Ab 30 AktivKonto für 6,90 € p.M.

Anzahl Geldautomaten

5.000

Santander

Postbank

5 / 5

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Girocard

0 €

Konditionen

Kostenlos von 7 - 22 Jahren, ab 22 kostenloses Studenten-Girokonto

Anzahl Geldautomaten

5.000

Santander

Targobank

4.5 / 5

Kontoführungsgebühr p.M.

0 €

Girocard

0 €

Konditionen

Kostenlos von 7 - 28 Jahren, ab 28 kostenloses Studenten-Girokonto

Anzahl Geldautomaten

300

Was ist ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto, oft auch als Girokonto für Kinder bezeichnet, ist ein spezielles Bankkonto, das für minderjährige Kinder eingerichtet wird. Es dient dazu, jungen Menschen den Umgang mit Geld und die Grundlagen des Bankwesens näherzubringen. Diese Konten sind darauf ausgelegt, erste Erfahrungen mit Sparen, Überweisen und sogar bargeldlosem Bezahlen zu sammeln, alles in einem geschützten Rahmen, der die Kontrolle durch die Eltern ermöglicht.

Ein Kinderkonto bietet häufig Funktionen wie eine Debitkarte, mit der Geld abgehoben oder kleinere Einkäufe bezahlt werden können. Gleichzeitig sind viele Sicherheitsmechanismen eingebaut, die beispielsweise eine Überziehung oder riskante Transaktionen verhindern. Auf diese Weise erhalten Kinder einen frühen Einblick in den verantwortungsvollen Umgang mit Geld.

Wie funktioniert unser Kinderkonto Vergleich?

Wir haben für Sie die aktuell besten Kinderkonten in Deutschland verglichen – mit dem Ziel, sichere, faire und altersgerechte Angebote zu finden, die Kindern den Einstieg in die Finanzwelt erleichtern und Eltern zugleich volle Kontrolle ermöglichen.

Unsere Bewertung basiert auf vier zentralen Kriterien:

  • Gebühren (50 %): Ein gutes Kinderkonto sollte dauerhaft kostenlos sein – ohne versteckte Kosten für Kontoführung, Überweisungen oder Karten. Gerade bei jungen Nutzern ist ein gebührenfreier Einstieg entscheidend, damit der Umgang mit Geld nicht gleich mit Ausgaben beginnt.
  • Bargeldzugang (20 %): Wichtig ist, dass Kinder oder Eltern einfach und kostenlos Bargeld abheben können – ob am Automaten oder am Schalter. Entscheidend ist die praktische Verfügbarkeit des Guthabens und ob dabei zusätzliche Kosten entstehen.
  • Service & Nutzerfreundlichkeit (15 %): Hier bewerten wir Erreichbarkeit, Beratung und digitale Angebote wie kindgerechte Banking-Apps. Ebenso wichtig: Eltern sollten Einblick und Steuerungsmöglichkeiten über das Konto haben, etwa durch Limits oder Freigaben.
  • Sicherheit (15 %): Ein Kinderkonto sollte keine Überziehungsmöglichkeit bieten und durch Transaktionslimits, Push-Benachrichtigungen und elterliche Kontrollfunktionen einen sicheren Umgang mit Geld gewährleisten.

Alle von uns berücksichtigten Banken haben ihren Sitz innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung. Damit ist das Guthaben Ihres Kindes bis zu 100.000 Euro pro Bank geschützt.

Was sollte ich bei einem Kinderkonto Vergleich beachten?

Bei einem Kinderkonto Vergleich gibt es mehrere wichtige Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, um sicherzustellen, dass es den Bedürfnissen des Kindes sowie Ihren Anforderungen als Eltern entspricht:
  • Kosten:

    • Monatliche Gebühren: Viele Kinderkonten bieten kostenlose Kontoführung oder geringe Gebühren. Achten Sie darauf, ob es monatliche oder jährliche Gebühren gibt.
    • Zusatzgebühren: Prüfen Sie auch, ob Gebühren für bestimmte Transaktionen wie Bargeldabhebungen oder Überweisungen anfallen.
  • Verfügbarkeit und Zugänglichkeit: 

    • Bargeldabhebungen: Informieren Sie sich darüber, ob das Kinderkonto eine Debitkarte hat und ob Gebühren für Abhebungen an Geldautomaten anfallen.
    • Zugang zum Online-Banking: Überprüfen Sie, ob das Kind Zugang zu einem sicheren Online-Banking-Portal oder einer App hat, um das Konto zu verwalten.
    • Kontozugriffsrechte für Eltern: Einige Banken bieten Eltern die Möglichkeit, das Konto zu überwachen, die Transaktionen zu prüfen und Limits zu setzen.
  • Funktionen und Flexibilität:

    • Altersgerechte Funktionen: Kinderkonten sind oft so gestaltet, dass sie kindgerecht sind. Achten Sie darauf, dass es Funktionen gibt, die das Sparen und das Erlernen von Finanzkompetenz fördern.
    • Sparfunktionen: Einige Kinderkonten bieten Sparpläne oder Zinsen auf das Guthaben, was für das Kind interessant sein kann.
    • Kartenzahlungen und Einkäufe: Prüfen Sie, ob das Konto eine Debitkarte beinhaltet, die für Einkäufe im Internet oder in Geschäften genutzt werden kann.
  • Sicherheitsmerkmale:

    • Schutz vor Missbrauch: Achten Sie darauf, dass das Konto Sicherheitsvorkehrungen wie PINs oder TANs für Online-Transaktionen bietet.
    • Zugriffsrechte: Einige Konten erlauben es den Eltern, bestimmte Limits zu setzen (z. B. tägliche Ausgabenlimits oder Kartensperrungen bei Verlust).
  • Zinsen und Bonusprogramme:

    • Zinsmodelle: Einige Kinderkonten bieten auf das Guthaben Zinsen. Informieren Sie sich, ob und wie Zinsen gezahlt werden und ob es Bedingungen wie Mindestguthaben gibt.
    • Belohnungsprogramme: Manche Konten bieten Bonusprogramme, bei denen Kinder für das Sparen oder für bestimmte Ausgaben Vorteile erhalten.
  • Altersgrenzen:

    • Eignung für das Alter des Kindes: Viele Banken bieten spezielle Konten für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 28 Jahren an. Achten Sie darauf, dass das Konto für das Alter des Kindes geeignet ist.
    • Übergang zum Erwachsenenkonto: Einige Banken ermöglichen einen einfachen Übergang von einem Kinderkonto zu einem Erwachsenen-Konto, wenn das Kind das gesetzliche Alter erreicht.
  • Erziehung und finanzielle Bildung:

    • Förderung von Sparen und Finanzwissen: Manche Banken bieten Programme oder Materialien an, die das Kind dabei unterstützen, den Umgang mit Geld zu lernen.
    • Elternkontrolle und -beratung: Schauen Sie, ob es Funktionen gibt, mit denen Eltern das Konto überwachen, Budget festlegen oder mit dem Kind zusammen lernen könn

Wie funktioniert ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto funktioniert ähnlich wie ein reguläres Girokonto, jedoch mit Einschränkungen, die speziell auf die Bedürfnisse und die rechtlichen Voraussetzungen für Minderjährige abgestimmt sind. Die grundlegenden Funktionen eines Kinderkontos sind:

  • Einzahlungen und Abhebungen: Eltern oder andere Erziehungsberechtigte können Geld auf das Konto einzahlen, sei es als Taschengeld, Geburtstagsgeschenke oder als Sparbetrag.
  • Karten und Online-Banking: Viele Kinderkonten bieten Debitkarten an, die für Einkäufe im Laden oder online genutzt werden können. Oft ist auch ein Online-Banking-Zugang verfügbar, der übersichtliche Einblicke in die Kontobewegungen bietet.
  • Eingeschränkte Nutzung: Anders als bei regulären Konten können Kinderkonten nicht überzogen werden. Überweisungen und Zahlungen sind ebenfalls häufig limitiert, um das Risiko zu minimieren.
  • Elterliche Kontrolle: In der Regel haben Eltern die Möglichkeit, Überweisungen oder Abhebungen zu überwachen. Manche Banken bieten Benachrichtigungen an, wenn eine Transaktion durchgeführt wird.

Durch diese Funktionen wird Kindern eine sichere Plattform geboten, um finanzielle Kompetenzen zu entwickeln, während Eltern dennoch die Kontrolle behalten.

Warum ist frühzeitige finanzielle Bildung wichtig für Kinder?

Frühzeitige finanzielle Bildung legt den Grundstein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Kinder, die schon früh den Wert von Sparen, Budgetieren und bewussten Ausgaben kennenlernen, entwickeln oft ein besseres Verständnis für finanzielle Zusammenhänge im Erwachsenenalter. Sie lernen, zwischen Bedürfnissen und Wünschen zu unterscheiden, langfristige Ziele zu setzen und kluge Entscheidungen zu treffen. Gerade in einer zunehmend komplexen Welt mit digitalen Zahlungsmethoden und Konsumangeboten ist es wichtiger denn je, Kinder frühzeitig auf finanzielle Eigenständigkeit vorzubereiten.

Wem gehört das Geld auf dem Kinderkonto?

Rein rechtlich gehört das Geld auf einem Kinderkonto dem Kind. Eltern dürfen das Konto zwar verwalten, aber das Geld darauf ist Eigentum des Kindes. Es darf ausschließlich im Sinne des Kindeswohls verwendet werden.

Dies bedeutet:

  • Verfügungsberechtigung: Eltern haben als gesetzliche Vertreter das Recht, Entscheidungen über das Konto zu treffen, bis das Kind volljährig wird.
  • Kindeswohl im Fokus: Es ist nicht erlaubt, das Geld für eigene Zwecke der Eltern zu nutzen.
  • Eigene Entscheidungen ab 18: Sobald das Kind volljährig ist, hat es die alleinige Verfügungsgewalt über das Konto.

Eltern sollten sich bewusst sein, dass sie bei der Verwaltung des Kinderkontos eine Verantwortung tragen, die nicht nur rechtlicher Natur ist, sondern auch darauf abzielt, dem Kind finanzielle Eigenständigkeit zu vermitteln.

Wie eröffnen Eltern ein Girokonto für ihre Kinder?

Die Eröffnung eines Kinderkontos ist meist einfach. Eltern oder gesetzliche Vertreter müssen persönlich bei der Bank erscheinen, um das Konto zu eröffnen. Dabei sind einige Schritte und Unterlagen erforderlich:

  1. Bank auswählen: Informieren Sie sich über die Konditionen und Angebote verschiedener Banken. Viele Banken bieten kostenfreie Kinderkonten an.
  2. Termin vereinbaren: Vereinbaren Sie einen Termin bei der Bank Ihrer Wahl.
  3. Unterlagen mitbringen:
    Geburtsurkunde oder Reisepass des Kindes
    Personalausweise oder Reisepässe der Eltern
    Gegebenenfalls Nachweis über das Sorgerecht (z. B. bei getrennt lebenden Eltern)
  4. Vertrag unterschreiben: Eltern oder gesetzliche Vertreter müssen den Kontoeröffnungsvertrag unterzeichnen. Das Kind wird dabei als Kontoinhaber eingetragen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kinderkonto und einem regulären Konto?

Ein Kinderkonto unterscheidet sich in mehreren Punkten von einem regulären Girokonto, das für Erwachsene konzipiert ist. Die wichtigsten Unterschiede liegen in den folgenden Bereichen.

Einschränkungen bei der Nutzung

  • Kein Dispokredit: Kinderkonten können nicht überzogen werden. Dies schützt Kinder vor Schulden.
  • Limitierte Transaktionen: Häufig gibt es Beschränkungen für Überweisungen oder die Höhe von Abhebungen.

Sicherheit und Kontrolle

  • Elterliche Kontrolle: Eltern können die Kontobewegungen überwachen und in manchen Fällen sogar Transaktionen freigeben.
  • Schutz vor Risiken: Funktionen wie Online-Käufe oder internationale Zahlungen sind oft eingeschränkt oder gar nicht verfügbar.

Kosten und Zusatzleistungen

  • Gebührenfreiheit: Viele Kinderkonten sind kostenfrei, während bei regulären Konten oft Kontoführungsgebühren anfallen.
  • Keine Zusatzleistungen: Während reguläre Konten Zusatzfunktionen wie Kreditkarten oder Versicherungen bieten, konzentrieren sich Kinderkonten auf Basisfunktionen.

Ein Kinderkonto ist somit speziell darauf ausgerichtet, die finanziellen Bedürfnisse und Möglichkeiten von Kindern zu berücksichtigen, während es gleichzeitig einen hohen Sicherheitsstandard bietet.

Welche Kosten können bei einem Kinderkonto anfallen?

Kinderkonten sind häufig kostenfrei, doch es gibt Ausnahmen. Eltern sollten daher die Bedingungen der einzelnen Banken sorgfältig prüfen. Hier sind einige mögliche Kostenpunkte:

  • Kontoführungsgebühren: Einige Banken verlangen eine geringe Gebühr, besonders wenn das Konto spezielle Zusatzfunktionen bietet.
  • Kartengebühren: Debitkarten sind meist kostenlos, doch einige Banken berechnen eine Gebühr für bestimmte Kartentypen.
  • Transaktionsgebühren: Kosten für Bargeldabhebungen an fremden Geldautomaten oder im Ausland können anfallen.
  • Zusatzfunktionen: Manche Banken bieten kostenpflichtige Extras wie individuelle Kartendesigns oder Sparpläne an.

Eltern sollten sicherstellen, dass sie die Kostenstruktur genau kennen, um unerwartete Ausgaben zu vermeiden.

Was sind die Vorteile eines Kinderkontos?

Ein Kinderkonto bietet viele Vorteile, sowohl für Kinder als auch für Eltern. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, Ihrem Kind frühzeitig den Umgang mit Geld beizubringen. Mit einem Kinderkonto kann Ihr Kind eigenständig lernen, wie man Geld verwaltet, spart und möglicherweise für größere Wünsche plant. Außerdem können Eltern den Kontoverlauf überwachen und so einen Einblick in die finanziellen Entscheidungen ihres Kindes gewinnen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Kinder oft von besonderen Konditionen profitieren, wie z. B. kostenlosen Kontoführungsgebühren oder attraktiven Sparzinsen. Zudem ermöglichen viele Kinderkonten die Nutzung einer Bankkarte, mit der das Kind erste Erfahrungen im bargeldlosen Bezahlen sammeln kann. Dies kann in unserer zunehmend digitalen Welt ein großer Vorteil sein.

Wie sicher ist ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto ist grundsätzlich sehr sicher aufgebaut, denn es soll Kindern ermöglichen, erste Erfahrungen mit Geld zu sammeln, ohne dass sie dabei große Risiken eingehen. Der wichtigste Sicherheitsaspekt: Ein Kinderkonto kann in der Regel nicht überzogen werden. Das bedeutet, Kinder können immer nur über das Geld verfügen, das tatsächlich auf dem Konto vorhanden ist. Schulden oder teure Dispokredite, wie sie bei normalen Girokonten vorkommen können, sind hier ausgeschlossen.

Darüber hinaus bieten viele Banken spezielle Schutzfunktionen an, die genau auf die Bedürfnisse junger Kontonutzer und ihrer Eltern abgestimmt sind. So können Sie als Eltern tägliche oder wöchentliche Limits für Abhebungen und Kartenzahlungen festlegen oder bestimmen, dass bestimmte Arten von Zahlungen wie Online-Shopping oder Abbuchungen im Ausland komplett gesperrt werden. Manche Banken ermöglichen auch, dass Eltern Benachrichtigungen auf ihr Smartphone bekommen, sobald das Kind Geld abhebt oder eine Zahlung tätigt. So behalten sie jederzeit den Überblick, ohne ihr Kind komplett zu überwachen.

Auch technisch sind Kinderkonten gut abgesichert. Beim Online-Banking kommen moderne Sicherheitsverfahren wie Zwei-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung der Datenübertragung und kinderspezifische Zugangsbeschränkungen zum Einsatz. Viele Banken bieten außerdem spezielle Apps für Kinder an, die einfach gestaltet sind und nur die wichtigsten Funktionen enthalten, sodass Fehler oder Missverständnisse möglichst vermieden werden.

Was passiert wenn das Kind volljährig wird?

Sobald Ihr Kind 18 Jahre alt wird, endet die Zeit des Kinderkontos, da es jetzt volljährig und somit in der Lage ist, eigene finanzielle Entscheidungen zu treffen. In der Regel wird das Kinderkonto automatisch in ein normales Girokonto umgewandelt. Die Bank wird Ihr Kind darüber informieren und ihm eventuell ein neues Konto mit passenden Funktionen anbieten.

In vielen Fällen bleibt das Konto zunächst bestehen, aber es könnten sich bestimmte Konditionen ändern etwa die Kartenfunktionen oder auch das Online-Banking. Außerdem wird Ihr Kind nun alleinige Verantwortung für das Konto übernehmen, was bedeutet, dass die elterliche Aufsicht entfällt. Auch die Gebühren und Services könnten sich anpassen, da die speziellen Kinderkonto-Bedingungen nicht mehr zutreffen.

Für Ihr Kind ist das ein wichtiger Schritt in Richtung finanzielle Selbstständigkeit. Es lernt, mit den verschiedenen Aspekten des Bankings umzugehen, wie etwa Überweisungen, Kontoführungsgebühren oder auch dem Umgang mit einem Dispo-Kredit. Viele Banken bieten spezielle Kontomodelle oder Beratung für junge Erwachsene an, um den Übergang vom Kinderkonto zu einem regulären Konto zu erleichtern.

Wie viel Taschengeld ist auf einem Kinderkonto sinnvoll?

In der Regel empfiehlt es sich, das Taschengeld entsprechend dem Alter und den Bedürfnissen des Kindes anzupassen. Für jüngere Kinder, etwa ab dem Grundschulalter, können 10 bis 20 Euro im Monat ausreichen, um ein erstes Gefühl für Geld zu entwickeln. Mit zunehmendem Alter und mehr Verantwortung, vielleicht durch eigene Einkäufe oder Hobbys, kann der Betrag schrittweise erhöht werden.

Wichtig ist dabei nicht nur die Höhe des Taschengeldes, sondern auch der Umgang damit. Indem das Geld regelmäßig auf das Konto überwiesen wird, lernen Kinder, wie sie ihr Budget planen und Prioritäten setzen. Zudem haben sie die Möglichkeit, für größere Anschaffungen zu sparen und sich Ziele zu setzen.

Natürlich ist es entscheidend, dass Eltern mit ihrem Kind über den Umgang mit Geld sprechen. Gemeinsame Gespräche über Sparen, Ausgeben und vielleicht auch das erste „Geld für etwas Besonderes ansparen“ können wertvolle Lektionen vermitteln und das finanzielle Lernen fördern.

Wie garantieren Eltern einen verantwortungsbewussten Umgang mit einem Kinderkonto?

Damit Kinder den Umgang mit einem eigenen Konto wirklich lernen, brauchen sie vor allem die Unterstützung ihrer Eltern. Es reicht nicht, einfach ein Konto zu eröffnen und darauf zu hoffen, dass das Kind automatisch den richtigen Umgang damit findet. Viel wichtiger ist es, gemeinsam den ersten Schritt zu machen: zum Beispiel zusammen das Konto einrichten, über Funktionen wie Einzahlungen, Abhebungen und Überweisungen sprechen und erklären, was Begriffe wie Kontostand oder Zinserträge bedeuten.

Auch später sollten Sie als Eltern regelmäßig mit ihren Kindern über das Konto reden. Dabei geht es nicht darum zu kontrollieren, sondern Fragen zu stellen: Woher kam das Geld? Wofür wurde es ausgegeben? Gibt es etwas, auf das man vielleicht sparen möchte? So lernen Kinder, bewusster mit ihrem Geld umzugehen und nicht alles sofort auszugeben.

Ein fester Rahmen hilft zusätzlich. Wenn etwa das Taschengeld immer am gleichen Tag auf das Konto überwiesen wird, bekommen Kinder ein Gefühl für Planbarkeit. Sinnvoll ist es auch, gemeinsam Sparziele festzulegen, kleine Wünsche ebenso wie größere Anschaffungen. Auf diese Weise erleben Kinder, dass es sich lohnt, Geld nicht nur auszugeben, sondern auch beiseitezulegen.

Ganz wichtig ist dabei, dass Fehler erlaubt sind. Kinder dürfen auch mal eine schlechte Entscheidung treffen und daraus lernen. Sie sollten solche Situationen nutzen, um in Ruhe über Alternativen zu sprechen und zu zeigen, wie man es beim nächsten Mal besser machen kann. Wer sein Kind geduldig begleitet und echte Gespräche auf Augenhöhe führt, schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass der Nachwuchs später eigenständig und verantwortungsvoll mit Geld umgehen kann.

Häufige Fragen zu Kinderkonten