Depot
Finden Sie die beste Trading App im Oktober 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Das PFOF-Verbot gilt seit dem 1. Juli 2026 und verändert die Geschäftsmodelle der Neobroker, Broker dürfen für die Weiterleitung von Kundenorders keine Vergütungen von Market Makern oder Handelsplätzen mehr annehmen. Das war lange der Grund für Orders zu 0 € oder 1 €. Kurzfristig blieb der befürchtete Preisschock aus, doch die Anbieter müssen ihre Einnahmen anders erzielen, etwa durch Zinsen, Karten, Abos oder eigene Handelssysteme.
- Mit der EZB-Anhebung und dem PFOF-Aus wird der Zins auf Guthaben zum Vergleichsfaktor; viele Apps verzinsen nicht investiertes Geld, etwa Scalable mit 2,50 %, passend zum aktuellen Einlagensatz.
- Wertpapiere und Guthaben sind unterschiedlich geschützt: Aktien und ETFs im Depot gelten als Sondervermögen und gehören Ihnen auch bei einer Pleite des Brokers weiterhin. Bargeld auf dem Verrechnungskonto ist bei Banken bis zu 100.000 € pro Kunde durch die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt. Zinsen, die über Geldmarktfonds laufen (z. B. bei Bitpanda), unterliegen dieser Einlagensicherung nicht.
Unsere Empfehlungen
eToro Ι 50 € Gratis-Asset
Traders Place Ι 60 € Willkommensbonus
Scalable Capital Ι 2,60 % aufs Guthaben
Trading App Vergleich: Was ist die beste Trading App im Oktober 2026?
Was ist eine Trading App und wie funktioniert sie?
Eine Trading App ist eine mobile Anwendung, mit der Sie Wertpapiere wie Aktien, ETFs, Fonds oder Kryptowährungen direkt über Ihr Smartphone kaufen und verkaufen können. Anders als beim klassischen Online-Banking läuft dabei der gesamte Handelsprozess digital ab: von der Kontoeröffnung über die Depotverwaltung bis hin zur Orderausführung an einer Börse oder einem außerbörslichen Handelsplatz.
Die meisten Trading Apps sind an ein Wertpapierdepot gekoppelt, das entweder direkt beim App-Anbieter oder bei einer Partnerbank geführt wird. Über die App erhalten Sie Zugriff auf Echtzeitkurse, Charts, Watchlists und Orderfunktionen, mit denen Sie Käufe und Verkäufe auslösen können.
Was sind die besten Trading Apps in Deutschland?
Traders Place
Traders Place ist ein Online-Broker, dessen Depot und Konten bei der Baader Bank geführt werden. Gehandelt wird über eine Smartphone-App oder eine umfangreichere Web-Anwendung, und zwar börslich wie außerbörslich an den gängigen Handelsplätzen. Die App zeigt das Portfolio samt Gewinn und Verlust, ermöglicht Orders mit wenigen Klicks und bietet unter anderem Charts, eine Watchlist und Preisalarme.
Bei den Kosten wirbt Traders Place mit 0 Euro pro Trade für Aktien, Fonds, ETFs und Anleihen über gettex oder Baader. Bei Orders unter 500 Euro fallen allerdings 0,95 Euro an, dazu kommen Spreads. Depot- und Kontoführung sind kostenlos. Insgesamt stehen mehr als 40 Handelsplätze, rund 40.000 Anleihen und etwa 10.800 kostenlose Sparpläne in ETFs, Aktien, Fonds oder Kryptos ab 1 Euro zur Verfügung. Gehandelt werden kann werktags von 7:30 bis 23:00 Uhr sowie samstags nachmittags über Baader Trading.
Zusätzlich gibt es ein Zinskonto mit derzeit 2,25 % pro Jahr (variabel), allerdings erst ab einer Mindesteinlage von 5.000 Euro. Neukunden erhalten aktuell einen Bonus von 60 Euro, der an Bedingungen geknüpft ist: drei Trades über mindestens 100 Euro innerhalb von 45 Tagen und ein Depotwert von mindestens 1.000 Euro.
- Keine Depotgebühren und ab 500 € Ordervolumen sind Trades kostenlos
- Rund 10.800 kostenlose Sparpläne in ETFs, Aktien, Fonds oder Kryptos
- Lange Handelszeiten
Scalable Capital
Mit dem Scalable Broker bietet Scalable Capital eine eigene Trading-Plattform an, die per App oder im Browser genutzt werden kann. Beim kostenlosen Broker fallen keine monatlichen Gebühren und keine Depotgebühren an. Handelbar sind über 8.000 Aktien, mehr als 2.700 ETFs, über 3.800 Fonds ohne Ausgabeaufschlag sowie rund 1,8 Millionen Derivate. Dazu kommen Anleihen, Rohstoffe und Kryptowährungen in Form von ETPs. Gehandelt wird über die European Investor Exchange, gettex oder Xetra.
Ein Trade über EIX kostet 0,99 Euro, über Xetra und gettex 1,99 Euro. Käufe von ETFs der Partner Amundi, iShares, Vanguard und Xtrackers sind ab 250 Euro sogar gebührenfrei. Sparpläne sind komplett kostenlos und schon ab 1 Euro möglich. Bei Crypto-ETPs fällt ein Spread-Aufschlag von 0,99 % an. Zusätzlich gibt es ein Tagesgeldkonto mit derzeit 2,60 % Zinsen auf unbegrenztes Guthaben.
- Keine Depotgebühren
- 0,99 € pro Trade
- Zusätzliches Tagesgeldkonto mit 2,60 % Zinsen
Wie viel kostet Trading per App wirklich?
Die tatsächlichen Kosten einer Order setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen – und die beworbene Ordergebühr ist oft nur einer davon. Entscheidend ist, was am Ende zwischen Kaufkurs und Kontoauszug verloren geht.
Die Kostenbausteine im Überblick
- Orderprovision: die Gebühr des Brokers pro Kauf oder Verkauf. Bei Trading Apps meist 0 € oder 1 € pauschal, bei klassischen Banken häufig ein Prozentsatz des Ordervolumens mit Mindestgebühr.
- Fremdkostenpauschale bzw. Börsenentgelt: Gebühren des Handelsplatzes, die der Broker weiterreicht. Manche Apps werben mit einer "0-Euro-Order" und berechnen trotzdem 1 € an Fremdkosten.
- Spread: die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Sie taucht auf keiner Abrechnung auf, ist aber ein echter Kostenfaktor – besonders bei Nebenwerten, exotischen ETFs, Krypto und CFDs.
- Sparplangebühren: bei Trading Apps meist 0 €, bei Banken oft 1,5 bis 2,5 % je Ausführung.
- Depotführung: bei Apps praktisch immer kostenlos, bei Filialbanken teils kostenpflichtig.
- Weitere Kosten: Auslandsbörsen, Währungsumrechnung (oft 0,25 bis 1 % Aufschlag), Limitänderungen, Papierpost, Depotübertrag ins Ausland oder Kryptogebühren.
Viele Trading Apps leiten Orders an einen oder wenige außerbörsliche Handelsplätze wie Gettex, LS Exchange, Tradegate oder Quotrix. Dort stellen Market Maker die Kurse fest. Bei liquiden Werten wie DAX-Aktien oder großen MSCI-World-ETFs ist der Spread meist gering, häufig unter 0,1 %. Bei Nebenwerten, exotischen ETFs oder außerhalb der Haupthandelszeiten kann er um 1 % oder mehr steigen.
Rechenbeispiel: Bei einem Kauf über 1.000 € und einem Spread von 0,5 % verlieren Sie rechnerisch 5 €, also fünfmal so viel wie die Ordergebühr von 1 €. Tipp: Vor allem bei größeren Orders immer mit Limit handeln und die Geld-Brief-Spanne vor dem Kauf prüfen.
Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Broker auch in Deutschland keine Rückvergütungen mehr von Handelsplätzen dafür erhalten, dass sie Kundenorders dorthin leiten. Dieses "Payment for Order Flow" (PFOF) war jahrelang eine zentrale Einnahmequelle der Neobroker und hat die Null-Euro-Order erst möglich gemacht. Deutschland hatte bis zum 30. Juni 2026 eine Übergangsfrist.
Für Anleger heißt das bislang nicht, dass Trading Apps schlagartig teurer geworden sind. Die meisten Anbieter haben ihre Ein-Euro- oder Null-Euro-Modelle beibehalten und finanzieren sich stärker über Zinsmargen, Premium-Abos, eigene Handelsplätze oder Zusatzservices. Einige Apps bieten inzwischen die freie Wahl des Börsenplatzes gegen Aufpreis an.
Was kann ich mit einer Trading App handeln?
Die meisten Trading Apps decken Aktien, ETFs und Sparpläne ab; bei Anleihen, Fonds, Krypto und Derivaten unterscheiden sich die Angebote deutlich. Wichtig ist nicht nur, ob eine Anlageklasse verfügbar ist, sondern auch wie viele Produkte und über welche Handelsplätze.
| Anlageklasse | Typisches Angebot in Apps | Risiko | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Aktien | Tausende Titel aus DE, EU, USA | mittel bis hoch | Auslandsaktien oft nur außerbörslich; Bruchstücke möglich |
| ETFs & Indexfonds | oft 1.000 bis 2.000+ ETFs, viele sparplanfähig | mittel (breit gestreut) | Anzahl kostenloser Sparpläne, TER des ETF |
| Ivestmentfonds (aktiv) | bei Neobrokern oft eingeschränkt | mittel | Ausgabeaufschlag, laufende Kosten |
| Anleihen | teils nur kleine Auswahl | gering bis mittel | Mindeststückelung, Spreads |
| Krypto | Direktkauf oder über ETN/ETC | sehr hoch | Echter Coin vs. Wertpapier, Spread, Verwahrung, MiCA-Lizenz |
| Derivate (Optionsscheine, Knock-outs) | häufig verügbar | sehr hoch | Hebel, Totalverlust möglich |
| CFDs und Devisen (Forex) | nur bei spezialisierten Apps | extrem hoch | Mehrheit der Privatkunden verliert Geld |
Hinweis zu CFDs und Hebelprodukten: CFD-Anbieter müssen in der EU offenlegen, wie viele Privatkundenkonten Verluste machen. Diese Quote liegt regelmäßig bei einer deutlichen Mehrheit der Konten. Hebelprodukte eignen sich nicht zum Vermögensaufbau.
Bruchstücke und Sparpläne ab 1 Euro: Viele Apps ermöglichen den Kauf von Aktien- oder ETF-Anteilen in Bruchstücken. So lässt sich auch mit kleinen Beträgen breit streuen. Bruchstücke können jedoch meist nicht auf ein anderes Depot übertragen werden, sondern müssen zuvor verkauft werden, was mögliche Steuerfolgen mit sich bringt.
Wer gezielt in eine bestimmte Anlageklasse investieren möchte, sollte vorab prüfen, ob der Anbieter das gewünschte Produktangebot und die relevanten Handelsplätze abdeckt.
Wie sicher ist mein Geld in einer Trading App?
Wertpapiere sind bei seriösen Anbietern auch dann geschützt, wenn der Broker pleitegeht, sie gelten als Sondervermögen der Kunden. Beim Bargeld auf dem Verrechnungskonto kommt es dagegen darauf an, wo es liegt.
- Wertpapiere = Sondervermögen. Aktien, ETFs und Fonds gehören Ihnen rechtlich, nicht dem Broker. Sie werden bei einer Depotbank oder Verwahrstelle verwahrt und fallen im Insolvenzfall nicht in die Insolvenzmasse. Ausnahmen sind Produkte, die selbst ein Schuldversprechen eines Emittenten darstellen, etwa Zertifikate, Optionsscheine oder Krypto-ETNs. Hier tragen Sie das Emittentenrisiko.
- Guthaben auf dem Verrechnungskonto. Geld, das nicht investiert ist, ist durch die gesetzliche Einlagensicherung in der EU bis zu 100.000 € pro Person und Bank geschützt. Viele Apps verteilen Kundengelder an Partnerbanken oder Geldmarktfonds. Prüfen Sie, bei welcher Bank Ihr Guthaben tatsächlich liegt und ob Sie dort bereits weiteres Geld haben, die Grenze gilt pro Bank, nicht pro App.
- Regulierung. Achten Sie darauf, dass der Anbieter in der EU zugelassen ist und von der BaFin oder einer anderen europäischen Aufsichtsbehörde beaufsichtigt wird. Anbieter mit Sitz außerhalb der EU unterliegen häufig einem deutlich schwächeren Anlegerschutz. Für Krypto-Dienstleistungen gilt in der EU inzwischen die MiCA-Verordnung, nach der Anbieter eine Lizenz benötigen.
- Kontosicherheit. Seriöse Apps sichern den Zugang durch Zwei-Faktor-Authentifizierung, biometrischen Login und Gerätebindung. Seien Sie misstrauisch bei Anrufen oder Nachrichten, die angeblich vom Broker stammen und nach Zugangsdaten oder TAN fragen, Phishing ist bei Trading Apps ein verbreitetes Problem.
Steuern: Was Sie bei Trading Apps beachten müssen
Gewinne aus Aktien, ETFs und Zinsen unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, zusammen rund 26,4 % bis knapp 28 %. Ob Sie sich darum selbst kümmern müssen, hängt davon ab, ob Ihre App "steuereinfach" ist.
- Steuereinfach sind Broker mit deutscher Bank oder deutscher Zweigniederlassung. Sie führen die Abgeltungsteuer automatisch ab, verrechnen Verluste und berücksichtigen Ihren Freistellungsauftrag. Am Jahresende erhalten Sie eine Jahressteuerbescheinigung.
- Nicht steuereinfach sind viele Anbieter mit Sitz im EU-Ausland ohne deutsche Niederlassung. Hier müssen Sie Kapitalerträge selbst in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben, einschließlich der Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs. Das ist machbar, aber aufwendiger und fehleranfälliger.
Den Freistellungsauftrag nicht vergessen: Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € für Verheiratete). Bis zu dieser Summe bleiben Kapitalerträge steuerfrei, wenn Sie Ihrem Broker einen Freistellungsauftrag erteilen. Haben Sie mehrere Depots oder Konten, können Sie den Betrag aufteilen.
Teilfreistellung bei ETFs. Bei Aktien-ETFs mit mindestens 51 % Aktienanteil sind 30 % der Erträge steuerfrei. Diese Teilfreistellung berücksichtigen steuereinfache Broker automatisch.
Verluste aus Aktienverkäufen dürfen nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden. Verluste aus anderen Wertpapieren (etwa ETFs) lassen sich mit allen Kapitalerträgen verrechnen.
Kryptowährungen gelten steuerlich nicht als Kapitalanlage, sondern als privates Veräußerungsgeschäft: Gewinne sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, davor gilt der persönliche Einkommensteuersatz (Freigrenze 1.000 € pro Jahr). Krypto-ETNs werden dagegen wie Wertpapiere besteuert.
Welche App-Funktionen sind wirklich wichtig?
Welche Funktionen zählen, hängt davon ab, wie Sie anlegen: Sparer brauchen vor allem flexible, kostenlose Sparpläne, aktive Anleger dagegen gute Orderarten, Charts und eine Auswahl an Handelsplätzen.
| Funktion | Wichtig für | Worauf achten |
|---|---|---|
| Sparpläne | Langfristige Sparer | Mindestrate, Anzahl sparplanfähiger ETFs, Ausführungstermine (z. B. 1. oder 15.), Dynamisierung |
| Oderzusätze | Aktive Anleger | Limit, Stop-Loss, Stop-Limit, Trailing Stop, Gültigkeit der Order |
| Handelsplatzwahl | Aktive Anleger, große Order | Nur ein Market Maker oder Wahl zwischen mehreren Börsen inkl. Xetra |
| Handelszeiten | Berufstätige | Handel abends und am Wochenende (oft 7:30 bis 23:00 Uhr), aber breitere Spreads außerhalb der Hauptzeiten |
| Charts und Analysen | Aktive Anleger | Zeiträume, Indikatoren, Kennzahlen, Unternehmensnachrichten |
| Watchlists und Kursalarme | alle | Push-Benachrichtigungen bei Kursschwellen |
| Zinsen aufs Guthaben | alle | Höhe, Obergrenze, Bindung an EZB-Leitzins, Bank der Einlage |
| Desktop-Version | Vielnutzer | Vollwertige Web-Plattform oder nur App |
| Kinderdepot | Familien | Verfügbarkeit, Kosten |
| Kundenservice | alle | Erreichbarkeit per Telefon, Chat, Reaktionszeit |
Wie eröffne ich ein Depot in einer Trading App?
Die Depoteröffnung dauert bei den meisten Anbietern 10 bis 15 Minuten; je nach Verifizierung ist das Depot nach wenigen Minuten bis zu zwei Werktagen einsatzbereit.
Das brauchen Sie: Personalausweis oder Reisepass, Smartphone mit Kamera, deutsche Steuer-Identifikationsnummer, IBAN eines Referenzkontos und eine Handynummer.
- Registrierung: Folgen Sie dem Link in unserem Vergleich und laden Sie die App herunter oder rufen Sie die Website auf und bestätigen Sie E-Mail-Adresse und Handynummer.
- Persönliche Angaben: Name, Adresse, Steuer-ID, Beruf. Zudem ist eine kurze Abfrage zu Ihren Erfahrungen mit Wertpapieren gesetzlich vorgeschrieben.
- Identitätsprüfung: meist per Video-Ident, Auto-Ident (Foto des Ausweises plus Selfie-Video) oder über die Online-Ausweisfunktion (eID). Postident in der Filiale ist seltener geworden.
- Verifizierung und Freischaltung: Der Anbieter prüft Ihre Angaben und schaltet das Depot sowie das Verrechnungskonto frei.
- Ersteinzahlung: per Überweisung, per Lastschrift oder teils per Karte bzw. Apple/Google Pay. Lastschriften sind oft sofort verfügbar.
- Freistellungsauftrag einrichten: damit Erträge bis 1.000 € (bzw. 2.000 €) steuerfrei bleiben.
- Erste Order oder Sparplan: Wertpapier auswählen, Betrag oder Stückzahl festlegen, idealerweise mit Limit kaufen.
Wer bereits ein Depot bei einer Bank hat, muss seine Wertpapiere für den Wechsel nicht verkaufen. Über einen Depotübertrag ziehen ganze Stücke kostenlos zum neuen Anbieter um, innerhalb Deutschlands ist dieser Übertrag für Privatkunden gebührenfrei. Die Anschaffungsdaten werden mitübertragen, sodass steuerlich nichts verloren geht.
Ausnahmen: Bruchstücke lassen sich meist nicht übertragen und müssen vor dem Wechsel verkauft werden. Bei Überträgen ins EU-Ausland können Gebühren anfallen. Manche Anbieter locken Neukunden zudem mit Prämien für übertragene Depotwerte.
Typische Fehler von Einsteigern und wie Sie sie vermeiden
Die größte Gefahr bei Trading Apps ist nicht die Gebühren, sondern das eigene Verhalten: Weil Handeln so einfach und günstig ist, wird oft zu viel und zu spontan gehandelt.
- Zu häufiges Handeln: Push-Nachrichten und Kursbewegungen verleiten zu spontanen Käufen und Verkäufen. Auch bei 1 € pro Order summieren sich Spreads und Steuern. Für den Vermögensaufbau ist ein ETF-Sparplan, der über Jahre läuft, meist die bessere Strategie.
- Market-Order außerhalb der Hauptzeiten: Abends oder am Wochenende sind Spreads oft breiter. Eine Limit-Order schützt vor unerwartet niedrigen Kursen.
- Hebelprodukte ohne Erfahrung: Knock-outs, Optionsscheine und CFDs können innerhalb von Stunden wertlos werden. Wer sie nutzt, sollte nur Geld einsetzen, dessen Totalverlust verkraftbar ist.
- Klumpenrisiko: Wenige Einzelaktien oder ein einziger Krypto-Coin sind kein diversifiziertes Depot. Breit gestreute ETFs senken das Risiko deutlich.
- Freistellungsauftrag vergessen: Ohne Freistellungsauftrag führt ein steuereinfacher Broker ab dem ersten Euro Steuern ein. Das Geld gibt es erst über die Steuererklärung zurück.
- Notgroschen investieren: Geld, das Sie in den nächsten Jahren brauchen, gehört auf ein Tagesgeld- oder ein Verrechnungskonto, nicht in Aktien.


