Tiefgang
Webinar: IW und Merics für Ausgleichszölle gegen Chinas Exportschock
Lesedauer: 6 Min.
Gegen Chinas ruinös günstige Exporte wirkt die europäische Politik bislang weitgehend hilflos. Trotz wiederholter Appelle an Peking, seine Wirtschaftspolitik zu korrigieren, wächst das Handelsdefizit der EU mit China immer weiter. Gleichzeitig halten Europa und insbesondere Deutschland aus gutem Grund am Prinzip des freien Handels fest. Da die bisherige Wirtschaftsdiplomatie kaum Wirkung zeigt, braucht es allerdings neue Strategien, um wieder zu einem ausgeglicheneren Welthandel zu kommen. Ohne Pekings Mitwirkung wird das nicht gelingen – doch wie lässt sich ein Umdenken erreichen?
Darüber diskutierten SZ Dossier Geoökonomie in einem Webinar mit Jürgen Matthes, Leiter des Themenclusters Internationale Wirtschaftspolitik am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), und Bernhard Bartsch, Director External Relations beim Mercator Institute for China Studies (Merics). Bartsch warnte vor der immer noch gehegten Hoffnung, die chinesische Führung lasse sich durch Appelle bewegen: „China hat nicht das Gefühl, Europa etwas zu schulden“, sagte er. Die Regierung reagiere vor allem dann, wenn Fragen von Sicherheit und Stabilität berührt würden – also unter spürbarem Druck von außen.
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