Tiefgang
US-Handelspapier gegen China könnte zum Problem für Europa werden
Lesedauer: 6 Min.
Dieser Report aus dem Weißen Haus sollte für deutsche und europäische Unternehmen eine Warnung sein: In dem Bericht „The Great Transshipment Scam“ geht es vordergründig um China, genauer gesagt um Waren aus China, die in Drittländern umetikettiert werden, um auf diese Weise US-Zölle zu umgehen. Doch neben China rücken auch andere Regionen in den Fokus der US-Regierung: Kanada, Mexiko, Indien, Japan, Südkorea – und die Europäische Union.
Das Problem: Es geraten nicht nur mutmaßlich illegale Umgehungsgeschäfte ins Visier, sondern auch die legalen Lieferketten europäischer Unternehmen. „Transshipment“ meint im Grunde den Warenumschlag oder die Weiterleitung über ein Drittland. Das ist legal und alltäglich – und schlicht die Natur internationaler Lieferketten. Waren werden in einem Hafen umgeladen, in einem Zolllager zwischengelagert oder in einem anderen Land tatsächlich weiterverarbeitet.
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