Tiefgang
Südkorea baut atomgetriebene U-Boote in Eigenregie
Lesedauer: 4 Min.
Matthias Müller
Australien und Südkorea verfolgen dasselbe Ziel mit unterschiedlichen Ansätzen: Sie wollen im kommenden Jahrzehnt atomgetriebene U-Boote haben. Australien wird als Mitglied des trilateralen Verteidigungspaktes Aukus, der 2021 von Australien, Großbritannien und den Vereinigten Staaten gegründet worden ist, in den nächsten 15 Jahren drei gebrauchte atomgetriebene U-Boote der Virginia-Klasse von den Amerikanern kaufen.
Südkorea wird die U-Boote dagegen selbst entwickeln und bauen. In rund zehn Jahren soll das erste von vier Modellen vom Stapel laufen, mit konventionellen Waffen bestückt und bis zu 30 Jahre in Betrieb sein. Über die Kosten schweigt sich die südkoreanische Regierung von Präsident Lee Jae-myung aus. Amerika zahlt für ein U-Boot der Virginia-Klasse bis zu fünf Milliarden US-Dollar; ein dieselelektrisches U-Boot der modernen KSS-III-Klasse, mit dem sich die Südkoreaner um einen Auftrag aus Kanada beworben hatten, kostet zwischen 800 und 900 Millionen US-Dollar.
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