Tiefgang
Resilienz-Serie: Plansee recycelt Wolfram für den deutschen Markt
Lesedauer: 5 Min.
Deutschen Firmen geht das Schwermetall Wolfram aus, das dringend gebraucht wird – vor allem für Werkzeugmaschinen, aber auch in der Rüstungsindustrie. Der größte Lieferant ist China, wo derzeit gut 80 Prozent der Erstverarbeitung stattfinden. Doch die Volksrepublik liefert fast nicht mehr. Im Februar 2025 verhängte Peking Exportkontrollen für Wolfram. Seither brauchen Exporteure eine Genehmigung; die Prozesse dafür sind zäh. Das trieb die Exportmenge in den Keller und die Preise in schwindelnde Höhen von über 3.100 US-Dollar pro MTU, das sind rund zehn Kilogramm.

Eine Lösung sind mehr Minen in Europa und Partnerländern, wie etwa die kürzlich wiedereröffnete Sangdong-Mine in Südkorea. Eine andere ist das systematische Recycling von Wolframschrott. Darauf setzt das österreichische Unternehmen Plansee, nach eigenen Angaben zweitgrößter Wolframumarbeiter der Welt und der größte in den USA und Europa.
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