Tiefgang
Misstrauen ist Kraftstoff der KI-Entwicklung
Lesedauer: 5 Min.

Tim Feldmann
Redakteur
Viele halten die Warnungen der KI-Konzerne vor ihrer eigenen Technologie für einen Marketing-Stunt. Gefährliche Technologien sind mächtig, und wer will nicht in künftig mächtige Konzerne investieren? Aber auch unabhängige Experten teilen die Sorgen vor einem KI-Amoklauf. „Die Gefahren sind real und unmittelbar“, sagte der Co-Leiter des KI-Wissenschaftspanels der Vereinten Nationen, Yoshua Bengio, vergangene Woche im UN-Sicherheitsrat in New York.
Doch obwohl die KI-Entwicklung in diesem Tempo zu Kontrollverlust, zum Einsatz von Biowaffen oder zu Terror führen könnte, halten die Entwickler nicht inne. Denn die USA werden vom Verfolger China getrieben, China wiederum von den USA. Die USA können nicht regulieren, weil China sonst die Technologieführerschaft übernimmt, so das Argument. Und China nicht, weil es dann für immer hinter den USA bleibt.
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