Tiefgang
Energieexpertin: „Der Schock kommt diesmal vor allem über den Preis“
Lesedauer: 5 Min.
Gut – aber nicht gut genug: Deutschland war auf die Hormus-Krise besser vorbereitet als auf die Energieknappheit nach Russlands Angriff auf die Ukraine Anfang 2022. Das liegt an mehr Flüssiggas-Kapazitäten, einer größeren Zahl an Bezugsquellen, besseren Vernetzungen innerhalb Europas und vor allem an einem deutlich niedrigeren Gasverbrauch als 2022. Deshalb war die Versorgungssicherheit im Irankrieg bislang nie gefährdet. Dennoch: Die Krise trifft das Land volkswirtschaftlich hart. Und: Deutschland droht, in neue Energie-Abhängigkeiten zu rutschen.
Das war die zentrale Erkenntnis eines Webinars von SZ Dossier Geoökonomie zum Thema „Rohstoffengpässe: Was Europa aus der Hormus-Krise lernen muss“. Referentin Maria Pastukhova, Energieexpertin beim Thinktank E3G, formulierte es so: „Der Schock kommt diesmal vor allem über den Preis.“ Mit anderen Worten: Deutschland bekommt weiterhin Öl und Gas – aber Verbraucher und Industrie sind den Schwankungen des Weltmarkts schmerzhaft ausgesetzt.
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