Tiefgang
Das steckt hinter Trumps Griff nach Grönland
Lesedauer: 5 Min.
Donald Trump bedroht Grönland. Und dahinter steckt eiskaltes Kalkül, das wie so oft eher wirtschaftlich motiviert ist. Der US-Präsident versuche, „die westliche Hemisphäre zu verteidigen, ohne dauerhaft in Kontinentaleuropa stationiert und involviert bleiben zu müssen“, sagt Patrick Keller, Leiter des Zentrums für Sicherheit & Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik im Gespräch mit SZ Dossier. Das Problem: Trump könnte damit das westliche Bündnis mit Europa zerstören.
Zerreißprobe für den Westen: Angesichts von Trumps Vorgehen in Venezuela traut Keller dem US-Präsidenten einen militärischen Angriff auf Grönland durchaus zu – aus Sicht des DGAP-Experten eine brandgefährliche Situation für Europa: „Jeder Versuch, Grönland zu annektieren oder ökonomisch exklusiv zu kontrollieren, würde das Ende des westlichen Bündnisses markieren.“
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