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Rohstoffpartnerschaft mit Kanada: Testfall für Europas Streben nach Resilienz

Lesedauer: 6 Min.

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Sabrina Schulz

Deutschland-Direktorin bei der European Initiative for Energy Security (EIES)

Dr. Sabrina Schulz leitet das Deutschland-Büro der European Initiative for Energy Security und ist zudem Associate Fellow bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) sowie Lehrbeauftragte an der Hertie School. Sie promovierte an der University of Wales zu transatlantischen Sicherheitsbeziehungen und begann ihre Laufbahn als Klimadiplomatin im britischen Außenministerium.

Deutschland muss lernen, wie strategische Industriepartnerschaften funktionieren. Wer sich aus geopolitisch riskanten Importabhängigkeiten befreien will, braucht mehr als diplomatische Absichtserklärungen. Er braucht Unternehmen, die investieren, langfristige Lieferbeziehungen eingehen und bereit sind, für Versorgungssicherheit einen Preis zu zahlen. Resilienz und Souveränität erfordern ein Umdenken sowohl in der Wirtschaftspolitik als auch bei unternehmerischen Entscheidungen. Ein reiner Fokus auf Kosteneffizienz bei Rohstoffen und Batterien wird die strategische Falle der Abhängigkeit von China zuschnappen lassen.

Exportrestriktionen und mögliche spätere Preissteigerungen bedeuten Abhängigkeit und Vulnerabilität. Beispielsweise sind europäische Unternehmen für Schlüsseltechnologien wie Windkraftanlagen, Elektroantriebe und Rüstungsgüter auf Permanentmagnete aus China angewiesen, die für unsere Energieversorgung wie unsere Verteidigung kritisch sind. Alternative Bezugsquellen fehlen häufig, weil die Produktion in Partnerländern oder in Europa bislang wirtschaftlich nicht tragfähig ist und China zentrale Teile der Wertschöpfung kontrolliert.

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