Gastbeitrag
„Made in Europe“: Wenn Souveränität zum Kategorienfehler wird
Lesedauer: 5 Min.
Ben Brake
Generaldirektor von Dot Europe
Ben Brake ist Generaldirektor des Verbands Dot Europe. Zuvor war er Abteilungsleiter im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, vertrat IBM in Berlin und arbeitete im Bundesjustizministerium.
Im Angesicht einer zunehmenden territorialen und wirtschaftlichen Bedrohung aus dem Osten und eines oftmals eher situativ handelnden Partners auf der anderen Seite des Atlantiks wurde der Cloud and AI Development Act (CADA) auf den Weg gebracht. In seinem Windschatten arbeitet die Kommission nun an einem Public Procurement Act (PPA). Dieser soll voraussichtlich am 9. September vorgestellt werden.
Während der CADA die Angebotsseite stärken soll – also den Aufbau von KI-, Cloud- und Rechenzentrumskapazitäten beschleunigen –, zielt der PPA auf die Nachfrageseite. Der Staat mit seiner Einkaufsmacht soll europäische Technologien stärken. Doch mit Kategorien wie Eigentum, Kontrolle oder Wertschöpfung presst die EU dynamische wirtschaftliche Eigenschaften in binäre Kategorien.
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