Gastbeitrag
Die KI entscheidet, der Mensch haftet? Das kann nicht die Lösung sein
Lesedauer: 5 Min.
Gerard de Melo
Professor am Hasso-Plattner-Institut
Gerard de Melo ist Professor für Künstliche Intelligenz und Intelligente Systeme am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam. Dort forscht er unter anderem an der Entwicklung technischer Verfahren, mit denen große Sprachmodelle zuverlässiger und sicherer eingesetzt werden können. Er beschäftigt sich auch mit gesellschaftlichen Fragen der KI.
KI-Agenten können tagelang unbeaufsichtigt agieren. Selbst Open AI & Co. bekommen teilweise gar nicht mit, wenn Heerscharen von Agenten ins Internet gelangen, sich untereinander austauschen und in fremde Systeme eindringen. Wer verantwortet Entscheidungen und Aktionen, wenn KI-Agenten zunehmend autonom agieren?
Fest steht: Die Ausrede „Das war aber meine KI“ hilft nicht. Nach gängiger Rechtsprechung haften diejenigen, die KI einsetzen, für alle ihre Handlungen wie Käufe, Vertragsabschlüsse und auch Cyberattacken.
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