Die Lage. Das Abkommen der USA mit Dänemark zum Schutz amerikanischer Interessen in Grönland dürfte in der Praxis wohl nur wenig ändern – und könnte dennoch ein strategisch gewinnbringender Schachzug Trumps gewesen sein. Ein Kernpunkt der Vereinbarung: „Fremde Mächte“, gemeint ist China, dürfen dort keine Stützpunkte errichten.
Kurz vor seinem mit Spannung erwarteten Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping signalisiert Trump damit, dass die USA sehr wohl Möglichkeiten haben, Chinas Zugang zur Arktis zu begrenzen. Damit verschafft er sich eine bessere Position für Verhandlungen über andere Konfliktthemen.
Das müssen Sie heute wissen: Der Verlauf der Gespräche am Donnerstag in Washington wird zeigen, ob die beiden mächtigsten Männer der Welt ihr Verhältnis stabilisieren und damit etwas Ruhe in den zerklüfteten Welthandel bringen können. Außerdem wird es voraussichtlich um KI-Sicherheit gehen.
Xi wird in seiner Delegation wohl Spitzenmanager von BYD, CATL und Xiaomi mit nach Washington nehmen. BYD und CATL stehen auf Kontrolllisten als Militärzulieferer, Xiaomi befindet sich unter besonderer Beobachtung. Ein Entgegenkommen Trumps in dieser Frage würde als starkes Signal für eine Beruhigung des Handelskonflikts gewertet.
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