Die Lage. Indiens Premier Modi ist in Usbekistan und stärkt dort den Einfluss seines Landes in Zentralasien. Mit dem usbekischen Präsidenten Schawkat Mirsijojew vereinbarte er, dass der bilaterale Handel sich binnen vier Jahren vervierfachen soll; er befindet sich derzeit mit 1,3 Milliarden Dollar auf sehr niedrigem Niveau. Indien und Usbekistan versuchen nun, Handel, Rohstoffe, Energie, digitale Infrastruktur und Verkehrskorridore enger zu verknüpfen.
Das müssen Sie heute wissen: Im benachbarten Kirgistan beginnt am Montag der Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Vor allem China stärkt über diese Organisation seinen Einfluss in Zentralasien. Und so ist die Vereinbarung auch ein Weg, die chinesische Dominanz zu relativieren.
Auch für Europa ist die Vereinbarung relevant. Die EU hat ihre Beziehungen zu Zentralasien zuletzt deutlich aufgewertet. Das heißt: Europa, China, Russland, Indien, aber auch die Türkei und die Golfstaaten konkurrieren zunehmend um Einfluss, Rohstoffe und Korridore in Zentralasien.
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