Die Lage. Um Iran wirtschaftlich weiter zu isolieren, bereiten die USA eine Verschärfung ihrer Sanktionen vor. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte „historisch beispiellose Maßnahmen gegen Teheran“ an. Washington erwägt dabei neue Strafmaßnahmen gegen chinesische Abnehmer iranischen Öls sowie gegen Banken.
Nach Daten des Analysehauses Kpler gehen mehr als 80 Prozent der iranischen Ölexporte auf dem Seeweg nach China. Die Lieferungen werden meist über kleinere chinesische Unternehmen abgewickelt. Die US-Sanktionsbehörde Ofac will nun auch gegen diese Firmen Sekundärsanktionen verhängen. Zudem nimmt das Finanzministerium zwei chinesische Banken ins Visier.
Das müssen Sie heute wissen: Peking droht bereits mit Gegenmaßnahmen. Es hat zuletzt zahlreiche Instrumente zur Abwehr von Sanktionen aufgebaut. Trump hatte im vergangenen Jahr denn auch nachgegeben, als Chinas Führung damit drohte, die Ausfuhr Seltener Erden in die USA zu stoppen. Schlecht für Europa: Verschärfungen chinesischer Ausfuhrkontrollen verknappen oft auch Lieferungen in die EU.
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