Die Lage an der Straße von Hormus bleibt unübersichtlich, und es wird immer schwieriger, Fakten und Fiktion auseinanderzuhalten. Dazu hat nun auch US-Energieminister Wright beigetragen. Er schrieb auf X, dass derzeit täglich 15 Millionen Barrel Öl den Golf verlassen – darunter allein neun Millionen durch die Meerenge. Stimmt die Zahl, läge der Ölexport bereits wieder bei 75 Prozent des Vorkriegsniveaus.
Das Problem: Wrights Zahlen passen nicht zu Schiffstracking-Daten. Zahlen von Kpler und anderen weisen etwa drei bis fünf Millionen Barrel pro Tag weniger aus, dröselt Reuters-Energiekolumnist Clyde Russell auf. Wer recht hat, ist unklar. Kpler & Co. könnten Schiffe ohne Signal verpasst haben. Wright könnte – versehentlich oder bewusst – falsche Daten verwendet haben. Importzahlen der Empfänger zeichnen laut Russell ebenfalls kein klares Bild.
Das müssen Sie heute wissen: Die Bundesregierung wird sich bei ihrer nächsten Kabinettsklausur am 25. und 26. August mit Wettbewerbsfähigkeit und Innovation befassen. So will das Kabinett mit den CEOs Roland Busch (Siemens) und Aidan Gomez (Cohere) über die Rahmenbedingungen für industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Souveränität und Schlüsseltechnologien beraten. Das geht aus der Tagesordnung des Bundeskanzleramts hervor, die SZ Dossier vorliegt.
Außerdem sind vier sogenannte „Deep Dives“ geplant – darunter etwa zu europäischer Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit oder Technologie- und Forschungspolitik. Auch soll es eine Flugdemonstration der neuesten Bundeswehr-Abfangdrohne von Tytan Technologies geben.
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