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Geoökonomie-Briefing

USA stoppen Wolframschrott-Exporte

Lesedauer: 15 Min.

Die Lage. Wie sicher sind unsere Flughäfen? Nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne nahe einer ukrainischen Transportmaschine am Flughafen Leipzig/Halle laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Der Sprengsatz enthielt unter anderem den Explosivstoff Semtex, was auf Profis hinweist. Terroristen nutzten ihn 1988 beim Lockerbie-Anschlag auf ein Passagierflugzeug über Schottland.

Der Dresdner Luftverkehrsexperte Hartmut Fricke spricht von einer neuen Dimension der Bedrohung für kritische Infrastruktur. Innenminister Alexander Dobrindt sieht ebenfalls eine „neue Gefahrenqualität“. Auffällig in Leipzig war, dass niemand öffentlich einen Verdacht gegen Russland aussprach – obwohl der Vorfall ins Bild der hybriden Kriegsführung Moskaus passt.

Das müssen Sie heute wissen: Dabei wurden allein im ersten Halbjahr 2026 an den 15 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland 166 unerlaubte Drohnenflüge registriert, davon 28 am Berliner Hauptstadtflughafen BER und 27 in Frankfurt am Main. Das Bundeskriminalamt zählte im vergangenen Jahr insgesamt 321 Verdachtsfälle von Sabotage gegen militärische und kritische Infrastruktur sowie mehr als 1.200 auffällige Drohnenüberflüge. Aus Sicherheitskreisen heißt es, viele Vorfälle würden nicht öffentlich gemacht, um keine Panik auszulösen.

Zur Wahrheit gehört auch, dass die Behörden für diese Form hybrider Kriegsführung nicht ausreichend gewappnet sind. Technologien zur Drohnenerkennung seien verfügbar und könnten kombiniert werden, sagt Fricke. Prototypen würden rasch entwickelt, doch die Einführung in die Praxis müsse schneller gehen.

Willkommen in der Geoökonomie!

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