Die Lage. Donald Trump sagt die nächste Eskalation im Iran-Konflikt ab – einmal mehr. Die USA würden vorerst auf neue Angriffe verzichten, erklärte der US-Präsident. Mehrere Golfstaaten und Iran hätten ihm mitgeteilt, dass sie miteinander auf eine Einigung hinarbeiten. Iran zufolge sind Gespräche mit Oman über die Schifffahrt in der Straße von Hormus in der Endphase. Eine Rückkehr zum Vorkriegsstatus werde es aber nicht geben, hieß es aus dem Außenministerium in Teheran.
Die US-Verbündeten am Golf sind ungleich stärker betroffen vom Krieg als die USA – durch iranische Drohnenangriffe und die Blockade ihres wichtigsten Seewegs. Eine Eskalation würde für sie alles nur schlimmer machen. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman griff deshalb am Wochenende zum Telefon und drängte Trump, „dem Dialog Priorität einzuräumen, um die Spannungen im Nahen Osten abzubauen“.
Das müssen Sie heute wissen: Trotz aller Schwierigkeiten einigte sich die OPEC+ am Sonntag auf eine leichte Ausweitung der Förderquote um 188.000 Barrel pro Tag. Viel mehr als ein Signal ist das kaum: Viele Mitglieder kämpfen darum, überhaupt zu alter Kapazität zurückzukehren. Opec+-Mitglied Russland steht unter westlichen Sanktionen, seine Ölterminals werden von der Ukraine systematisch beschossen.
Vor allem die Golfstaaten richten den Blick nach vorn: Man möchte nicht erst dann mit mühsamen Gesprächen über höhere Fördermengen beginnen, wenn die Kriege zu Ende sind.
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