Die Lage. Die Bundesregierung wälzt offenbar Pläne zur Abwehr Chinas in Handelskonflikten. Diese entsprechen den Überlegungen, sich technologische Stärken Europas und chinesische Abhängigkeiten zunutze zu machen, die Spitzenbeamte und Thinktanker in den vergangenen Monaten angestellt haben. Die chinesische Exportwirtschaft ist auf die EU als Markt angewiesen und würde unter einer Abschottung leiden; und auch Chip-Ausrüstung kommt weiterhin vor allem aus Europa.
Kanzler Merz hat zuletzt wiederholt laut darüber sinniert, dass die unterbewertete chinesische Währung einen guten Teil des chinesischen Exporterfolgs ausmacht. Auch Druck auf Peking zur Aufwertung gehört also zu den Überlegungen. Darum geht es übrigens am Donnerstag in unserem Webinar zum Thema.
Das müssen Sie heute wissen: Einheimische Werften haben Chinas Autoherstellern eine neue Generation an Frachtern geliefert, die nun immer höhere Zahlen guter und günstiger E-Autos in die EU bringen können. Parallel ist der gemeinsame Marktanteil sämtlicher ausländischer Autohersteller in China unter ein Drittel gefallen. Noch 2020 lag ihr Anteil bei zwei Dritteln, davon entfiel damals allein ein Fünftel auf den VW-Konzern. Dessen Anteil liegt nun bei etwas über zehn Prozent. Nach aktuellen Firmenzahlen wird auch die Krise von Mercedes in China immer größer.
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