Die Lage. Kanzler Merz will den Druck auf China erhöhen, wie er am Mittwoch auf seiner Sommer-Pressekonferenz sagte. Hintergrund des Zorns ist weiterhin der aus seiner Sicht künstlich niedrig gehaltene Yuan, der der Volksrepublik erhebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber deutschen und europäischen Unternehmen verschafft.
Das müssen Sie wissen: Die entscheidende Frage lautet nicht, ob der Yuan unterbewertet ist, sondern wie sehr. Experten kamen gegenüber SZ Dossier auf 20 bis 30 Prozent, die die Währung unter ihrem echten Wert notiert.
Merz sieht nun den Präsidenten der Eurogruppe in der Pflicht – derzeit der griechische Finanzminister Kyriakos Pierrakakis. Dieser solle direkte Gespräche mit Peking führen. „Wenn das nicht korrigiert wird, dann werden wir immer die Nachteile zu spüren bekommen“, sagte der Kanzler – und verweist dabei auf billige chinesische Importe von subventionierten Produkten.
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