Die Lage. Die EU macht Ernst mit Protektionismus – zumindest ein bisschen. Ab Mittwoch gelten verschärfte Regeln für Stahlimporte. Fast 50 Prozent Stahl weniger als zuvor, nur noch 18,3 Millionen Tonnen, dürfen nun ohne Aufschläge in die EU exportiert werden. Jede zusätzliche Tonne muss fortan verzollt werden.
Damit will sich die EU vor allem gegen Chinas Überkapazitäten zur Wehr setzen – nach Kommissionsangaben lagen diese zuletzt bei 620 Millionen Tonnen im Jahr, Tendenz steigend.
Das müssen Sie heute wissen: Der Handelskonflikt zwischen der EU und China spitzt sich langsam zu. Innerhalb Europas gibt es für das Vorgehen allerdings noch keine klare gemeinsame Linie. Deswegen werden Politiker und Experten den Effekt der Stahl-Maßnahmen ganz genau betrachten.
Denn eine Idee, die immer wieder ins Spiel gebracht wird, lautet: Weitere Industrien – etwa die Chemie-Branche – mit Quoten und Zöllen nach dem Stahlvorbild vor der Konkurrenz aus Fernost zu schützen.
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