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Digitalwende-Briefing

Der Plan für Deutschlands neuen Behördenfunk

Lesedauer: 21 Min.

Guten Morgen. In letzter Zeit ist KI zum Gegenstand umfassender Weltuntergangsängste geworden, und während in der EU der AI Act fast schon ein alter Hut ist, wird die Regulierungsdebatte jetzt auch in den USA immer lauter geführt. Wohl nicht zuletzt, weil kaum noch ein Tag ohne Hiobsbotschaften vergeht (siehe auch unten). Noch ist der Regelfall allerdings, dass KI-Modelle das machen, was wir wollen.

Zum Beispiel Redenschreiben. Wie der Economist jetzt in einer Analyse herausgefunden hat, ist der Einsatz von KI zu diesem Zweck sogar im altehrwürdigen britischen Parlament allgegenwärtig, obwohl dort sicher die meisten Mitglieder in ihrer Kindheit mit Jane Austen und Shakespeare getriezt wurden. „Jedes zehnte Wort, das in den Debatten des britischen Parlaments fällt, wird von einer KI verfasst“, lesen wir da.

Sarah Hall, Labour-Abgeordnete für den Wahlkreis Warrington South, kann darin nichts Schlechtes sehen. KI sei „eine Hilfe, kein Ersatz“, und jede halbe Stunde, die beim Verfassen von Reden eingespart werde, seien „weitere 30 Minuten, die wir in die Unterstützung meiner Wähler investieren können“, sagte sie.

Das Wahlvolk ist laut der Analyse in dieser Hinsicht allerdings nicht zu Scherzen aufgelegt. Wählerinnen und Wähler lehnen es demnach entschieden ab, wenn KI zum Verfassen von politischen Reden genutzt wird. „Weder Politiker noch KI sind besonders beliebt, daher sollte die Ablehnung von KI-Reden, in denen beides zusammenkommt, keine große Überraschung sein“, resümiert der Artikel britisch-trocken.

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